Di, 12. Dezember 2017

Wegen Feinstaub

03.03.2017 14:13

Ruf nach Fahrverboten in Graz

Die Grünen wünschen sich in Graz autofreie Tage während der Feinstaub-Saison. Der Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl steht dieser Idee positiv gegenüber. Vom zuständigen Landesrat kommt allerdings ein klares Nein zu Fahrverboten - und das Land hat in dieser Frage nun einmal das letzte Wort.

Die grüne Forderung: Montag bis Freitag während der Feinstaub-Saison von Oktober bis Ende März sollen Pkw mit zwei unterschiedlichen Endziffern nicht in Graz unterwegs sein dürfen (würde auch für Pendler und Graz-Besucher gelten). Also am Montag etwa Kennzeichen mit der Endziffer 0 und 1. Ausnahmen (für Behinderte, Lieferanten usw.) soll es geben.

Stadt ohne Handhabe

Tina Wirnsberger, die grüne Grazer Frontfrau: "So könnten 71 Tonnen Stickstoffoxid und 7,7 Tonnen Feinstaub pro Halbjahr eingespart werden. Das belegt eine Studie der TU."

Die Grünen wollen einen entsprechenden Antrag für autofreie Tage in der nächsten Grazer Gemeinderatssitzung einbringen, als Petition ans Land Steiermark. Die Stadt darf Fahrverbote ja rechtlich nicht verordnen. Für die restliche Steiermark seien Fahrverbote derzeit kein Thema: "Dafür muss erst die Öffi-Infrastruktur verbessert werden", so die grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl.

Der Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl steht der Idee der Grünen positiv gegenüber: "Ich kann der Idee von autofreien Tagen in Graz etwas abgewinnen. Aber der Ball liegt jetzt klar beim Land. Ich habe ja schon vieles versucht, habe den freiwilligen Verzicht aufs Auto angeregt, die Bürger zu Umweltzonen befragt (Anm.: Die Antwort war ein deutliches Nein) und vieles mehr."

Das Land sagt Nein

Vom zuständigen SP-Umweltlandesrat Anton Lang kommt aber ein klares Nein Fahrverbote seien derzeit kein Thema. Lang verweist auf das Maßnahmenpaket des Landes. Im Übrigen seien die Feinstaub-Grenzwerte im Vorjahr eingehalten worden. Lang erinnert daran, dass die Anti-Feinstaubmaßnahmen gegriffen hätten, gab es doch vor zehn Jahren noch Messstationen in Graz, die mehr als 100 Überschreitungstage gezählt haben.

Gerald Richter

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