Di, 23. Jänner 2018

Jetzt bestätigt:

03.03.2017 08:32

Verbotener Heuschnaps ist völlig ungefährlich

"Keine Bedenken" hat jenes Labor, das den Heuschnaps der Gamskogelhütte am Katschberg in Salzburg auf seine Bestandteile hin untersucht hat. Der Wirt hatte seinen Vorrat wegschütten müssen, weil laut Verordnung Heu kein Lebensmittel ist und sich darin gefährliche Stoffe befinden könnten. Wie sich nun zeigt, ist dem nicht so.

"Im Rahmen der durchgeführten Untersuchung bestehen gegen die Verkehrsfähigkeit nach unserer Auffassung keine Bedenken." Was der Wirt der Gamskogelhütte am Katschberg, Peter Aschbacher schon längst wusste, hat er von einem staatlich geprüften Lebensmittelchemiker aus Deutschland jetzt bestätigt bekommen: Sein Heuschnaps stellt keine Gefahr für den Konsumenten dar.

Ende Januar hatte der Wirt seinen Vorrat an Schnaps wegleeren müssen. Nach einer anonymen Anzeige war plötzlich die Behörde im Haus gestanden: Das Heu gelte nicht als Lebensmittel, gefährliche Stoffe könnten sich in dem hochprozentigen Getränk befinden. Völlig unverständlich für Aschbacher, der sich jahrelang mit der perfekten Zusammensetzung auseinandersetzte und der seine Zutaten von einer Wiese des Karecks bezieht.

Unterschriftenaktion für Erhalt des Schnapses gestartet
Indes wurde eine Unterschriftenaktion für den Erhalt seine Schnapses und der Heuprodukte vieler seiner Kollegen gestartet. 1800 Personen unterschrieben bereits bei dem Wirt am Katschberg, 800 sind es, die sich via Internet eintrugen. "Viele weitere Listen sind gerade unterwegs - in Kärnten, Salzburg und sogar in Tirol", so Aschbacher. Auch viele Politiker unterzeichneten bereits.

Der Heuschnaps soll jetzt zum Thema im Kärntner Landtag werden, die Hütte liegt nämlich an der Grenze zum Nachbarbundesland. Vom Landtag aus soll es dann weiter ins Parlament gehen. "Die Verordnung muss abgeändert werden", hoffen Aschbacher und seine vielen Unterstützer auf Erfolg.

Kronen Zeitung

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