Sa, 18. November 2017

Findelkinder

04.03.2017 17:03

Nicht jedes Wildtierbaby ist auf Hilfe angewiesen

Die Grazerin Monika Grossmann gilt als Koryphäe, wenn es darum geht, Babytiere aufzupäppeln. Seit Jahrzehnten hat sie ihr Leben kleinen Füchsen, Rehen, Eichhörnchen und allen anderen Tieren, die in Österreichs Wäldern leben, gewidmet.

Mit beginnendem Frühling startet für die sympathische und stets gut gelaunte Tiermama die Hochsaison. An Schlaf ist dann nicht mehr zu denken! Denn Hunderte kleinen Schützlinge wollen rund um die Uhr gefüttert und versorgt werden - nur dann können die fragilen Wesen überleben.

Oberstes Gebot: Hände weg!
Traurige Realität: die wenigsten Pfleglinge wären tatsächlich auf menschliche Hilfe angewiesen. Grossmann: "Leider reagieren viele Menschen falsch, wenn sie ein vermeintlich hilfloses Geschöpf finden." Oberstes Gebot: Hände weg! Sollten Sie auf ein verlassen wirkendes Tierchen treffen, dann kontaktieren Sie bitte Experten, bevor Sie aktiv werden. Denn haben Sie das Häschen oder das Kitz erstmal berührt, wird es die Mutter mit Sicherheit nicht mehr annehmen.

Hilfestellung rund um die Uhr
Monika Grossmann und ihr Team vom Verein "Kleine Wildtiere in großer Not" sind 24 Stunden, sieben Tage die Woche erreichbar, um Hilfestellung zu leisten (Tel.: 0650/645 25 35). Auch Wiens Stadträtin Ulli Sima hat eigens eine Online-Plattform einrichten lassen, um über den richtigen Umgang mit Wildtieren zu informieren. Denn allein von der Stadt Wien wurden 2016 über 700 Jungvögel, 70 Eichhörnchen, 30 Junghasen und drei Rehititze versorgt, die eigentlich keine Hilfe gebraucht hätten. Hätten Menschen - auch wenn sie es gut gemeint haben - nicht falsch reagiert.

Richtig mit Nestlingen umgehen
Einzig aus dem Nest gefallene Vögel dürfen zurück ins Nest gesetzt werden, solange sie noch kein Federkleid tragen - ab diesem Zeitpunkt setzen Sie das Tier bitte vorsichtig in ein nahes Gebüsch. Die Eltern erkennen Vogelbabys nicht am Geruch, sondern am Piepsen! Hunde sollten jetzt bei Ausflügen unbedingt angeleint werden - zum Schutz der putzigen kleine Bewohner unsere Fauna. Tiere wie Hasen haben als Junge keinen Eigengeruch, das heißt Hunde stolpern meist eher zufällig über sie und "apportieren" sie dann. In so einem Fall ist Hilfe angesagt. Ein kurzes Zungenschlecken alleine ist jedoch nicht tragisch.

Sie möchten helfen?
Monika Grossmann und ihre 21 Mitarbeiter brauchen dringend Unterstützung. Die "Krone Tierecke" hilft mit einer Palette Tierfutter. Spendenkonto für alle Tierfreunde, die helfen wollen: Konto Nr.: 3100-610983, BLZ: 20815. Mehr Informationen auch auf der Webseite der Stadt Wien unter www.wildtiereschuetzen.at.

Maggie Entenfellner & Denise Zöhrer, Kronen Zeitung

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