Do, 19. Oktober 2017

500 Verletzte

02.03.2017 19:10

Gefährlicher Frühjahrsputz

Gefährlicher Frühjahrsputz! Viele Landsleute fühlen sich durch die ersten warmen Sonnenstrahlen motiviert, wieder einmal gründlich durchzuputzen. Im März und April werden dann auch heuer wieder rund 500 Oberösterreicher im Krankenhaus landen. Fast neun von zehn Putzopfern sind übrigens Frauen.

Die hohe Frauenquote liegt wohl weniger an der Ungeschicklichkeit des weiblichen Geschlechts  als am mangelnden Einsatz der Männer: 87 Prozent aller Frühjahrsputz-Opfer sind Frauen! Und bei diesen sind noch einmal jene über 65 Jahre besonders gefährdet: "Deshalb wäre es schön, wenn jüngere Familienmitglieder diesen Frauen helfen. Gemeinsam geht es auch schneller. Das Mindeste ist aber, dass man die Oma dazu bringt, das Handy immer bei sich zu tragen, damit sie im Notfall Hilfe rufen kann", rät Alexandra Kühnelt-Leddihn vom Kuratorium für Verkehrssicherheit, das die Zahlen erhoben hat.

Insgesamt landen jährlich knapp 500 Oberösterreicher im März und April nach dem Frühjahrsputz im Spital: Ein Viertel der Unfälle wird vom Stolpern über den Staubsauger ausgelöst, mit 18 Prozent auf Platz zwei der Unfallauslöser hält sich der Sturz mit dem vollen Wäschekorb über die Stiege. 11 Prozent der Haushaltsopfer verletzen sich beim Ausrutschen auf nassen Böden. Bei über der Hälfte dieser gefährlichen Hoppalas erleidet das Opfer einen Knochenbruch. Offene Wunden (15 Prozent) und Muskel- oder Sehnenverletzungen (13 Prozent) tauchen seltener auf. Fast jede fünfte Verletzung betrifft das Fußgelenk, auch Finger, Handgelenk und Knie leiden unter unvorsichtigem Putzwahn.
Deshalb ohne Ablenkung und mit gewissen Vorsichtsmaßnahmen putzen. Ganz ohne Risiko sind aber leider nur die Putzmuffel!

Jasmin Gaderer

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