Sa, 16. Dezember 2017

Analysiert

02.03.2017 18:38

Chemiker bestätigt: Heuschnaps ist ungefährlich

"Keine Bedenken" hat jenes Labor, das den Heuschnaps der Gamskogelhütte am Katschberg auf seine Bestandteile hin untersucht hat. Der Wirt musste seinen Vorrat ja wegschütten, weil laut Verordnung Heu kein Lebensmittel ist und sich darin gefährliche Stoffe befinden könnten. Wie sich nun zeigt, ist dem nicht so.

"Im Rahmen der durchgeführten Untersuchung bestehen gegen die Verkehrsfähigkeit nach unserer Auffassung keine Bedenken." Was der Wirt der Gamskogelhütte am Katschberg, Peter Aschbacher schon längst wusste, hat er von einem staatlich geprüften Lebensmittelchemiker aus Deutschland jetzt bestätigt bekommen. Sein Heuschnaps stellt keine Gefahr für den Konsumenten dar.

Ende Januar musste der Wirt seinen Vorrat an Schnaps weg leeren. Nach einer anonymen Anzeige stand plötzlich die Behörde im Haus: Das Heu gelte nicht als Lebensmittel, gefährliche Stoffe könnten sich in dem hochprozentigen Getränk befinden. Völlig unverständlich für ihn, der sich jahrelang mit der perfekten Zusammensetzung auseinandersetzte und der seine Zutaten von einer Wiese des Karecks bezieht.

Indes geht die Unterschriftenaktion für den Erhalt seine Schnapses und der Heuprodukte vieler seiner Kollegen erfolgreich weiter. 1800 Personen unterschrieben bei dem Wirt am Katschberg, 800 sind es, die sich via Internet (www.gamskogel.at) eintrugen. "Viele weitere Listen sind gerade unterwegs in Kärnten, Salzburg und sogar in Tirol", so Aschbacher. Auch viele Politiker unterzeichneten bereits.

Der Heuschnaps soll jetzt zum Thema im Kärntner die Hütte liegt an der Grenze zum Nachbarbundesland Landtag werden. Von dort aus soll es dann weiter ins Parlament gehen. "Die Verordnung muss abgeändert werden", hoffen Aschbacher und seine vielen Unterstützer auf Erfolg.

Iris Wind, Kronen Zeitung

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