So, 21. Jänner 2018

In Auto getroffen

02.03.2017 16:22

Al-Kaida-Vizechef von US-Drohne in Syrien getötet

Die Nummer zwei von Al-Kaida ist nach Angaben der Extremistenorganisation tot. Abu al-Khair al-Masri sei bei einem Drohnenangriff der US-geführten Allianz in Syrien getötet worden, teilten die Ableger der Organisation auf der Arabischen Halbinsel und im Maghreb am Donnerstag in einer gemeinsamen Stellungnahme mit.

Die USA hatten bereits am Mittwoch mitgeteilt, der 59-jährige Masri sei am Sonntagabend von einer "Hellfire"-Drohne in der Nähe der syrischen Stadt Idlib getroffen worden. Er sei dort in einem Auto unterwegs gewesen.

Ein Video auf YouTube zeigt den zerstörten Wagen:

Stellvertreter von Anführer Zawahiri
Masri war der Stellvertreter von Al-Kaida-Anführer Ayman al-Zawahiri. Masri stammte aus Ägypten und hieß eigentlich Abdullah Muhammed Rajab Abdulrahman. Nach Erkenntnissen des US-Geheimdienstes hatte er nach den Anschlägen vom 11. September 2001 im Iran Unterschlupf gefunden. Dort hätten ihn die iranischen Behörden vor fast zwei Jahren aus dem Hausarrest entlassen. Im Gegenzug sei ein iranischer Diplomat, der im Jemen in der Gewalt von Al-Kaida war, freigelassen worden.

Masri soll an den ersten großen Anschlägen von Al-Kaida auf zwei US-Botschaften in Afrika im Jahr 1998 beteiligt gewesen sein. Er war ein Schwiegersohn des ehemaligen Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden, der 2011 in einem Versteck in Pakistan von einer US-Spezialeinheit getötet wurde.

Michaela Braune
Redakteurin
Michaela Braune
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