So, 19. November 2017

Treue Begleiter

28.02.2017 10:57

Haustiere für Kinder: Erlauben oder nicht?

Früher oder später kommt beim Nachwuchs der Wunsch nach einem Haustier auf. Sich dafür oder dagegen entscheiden?

"Mama, ich will einen Hund!", "Papa, kann ich ein Meerschweinchen haben?" Haustiere sind gut für Kinder. Ein tierischer Freund tut der Kinderseele gut. Er kann trösten und verstehen. Einem treuen Gefährten ist es egal, ob das Kind eine Zahnspange trägt oder etwas Übergewicht hat. Und ein Kaninchen fragt nicht nach der Note vom letzten Test. Schüchterne Kinder tauen mit einem Hund als Begleiter oft auf, und ein unruhiger Geist lernt mit einer sensiblen Katze, dass Stillsitzen sich lohnen kann.

Tiere sind keine Puppen
Aber ein Tier ist keine neue Puppe, mit der man sich ab und zu beschäftigt und die dann in einer Ecke landet. Es braucht Aufmerksamkeit, Pflege und Zuneigung. Meist bleibt die Arbeit und Verantwortung schließlich bei den Eltern.

Keine voreiligen Entscheidungen treffen
Und auch das Familienleben muss mit den Ansprüchen eines Tieres übereinstimmen. Sind die Eltern damit einverstanden, sollten sich alle gut absprechen. Den Kindern sollte man unbedingt klarmachen, wie viel Arbeit ein Tier machen kann. Auch die finanziellen Kosten (Tierarzt, Futter, Impfungen etc.) dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Und wohin kommt das Tier, wenn die Familie auf Urlaub fährt? All das sollte vorab abgeklärt werden.

Sie haben bereits ein Haustier und wollen es der "Krone"-Lesergemeinde gerne vorstellen? Dann senden Sie hier Ihr Bild ein:

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Leider bin ich allergisch auf Katzen. Wir müssen das kleine Kätzchen wieder hergeben. Für meine Kinder (3, 5 und 8) ein Drama.

Erklären Sie Ihren Kindern altersgerecht, wie leid es Ihnen tut, dass Sie die Katze wieder hergeben müssen. Erörtern Sie Ihre gesundheitlichen Probleme. Viele Leute denken ja, es sei gut, wenn das geliebte Tier einfach "plötzlich" weg ist, um den Trennungsschmerz zu minimieren das finde ich problematisch. Besser ist es, wenn sich die Kinder von dem Kätzchen verabschieden, ihm z. B. ein selbst gebasteltes Lieblingsspielzeug oder eine Zeichnung mitgeben können. Ob der Nachwuchs wirklich dabei sein sollte, wenn das Kätzchen vom neuen Besitzer abgeholt wird, sollte gut abgewogen werden und kommt auf das Temperament Ihrer Kinder an. So kann eine Verabschiedung schon im Vorfeld stattfinden, um ein allzu großes "Drama" später zu verhindern. Manchen Kindern hilft es, das Tier noch einige Male im neuen Heim zu besuchen, um sich zu vergewissern, dass es ihm gut geht. Für andere ist das Thema Kätzchen auch bald abgehakt. Vertrauen Sie auf Ihren elterlichen Instinkt Sie kennen Ihre Kinder am besten.

Sie haben Fragen?
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Susanne Zita, Kronen Zeitung

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