Mi, 17. Jänner 2018

Blutbad in Bayern

26.10.2006 19:50

Iraker ermordet Ex-Frau auf offener Straße

Rasend vor Zorn über die gerade erfolgte Scheidung hat ein Iraker im bayrischen Garching seine Ex-Frau niedergestochen und angezündet. Die tödliche Bluttat geschah vor den Augen des gemeinsamen fünfjährigen Sohnes auf offener Straße!

Der 35-Jährige wurde von einem in Tatortnähe wohnenden Polizisten noch an Ort und Stelle festgenommen. Das 24-jährige Opfer starb wenige Stunden später in einem Krankenhaus. Ein Beamter des Münchner Opferschutzkommissariats nahm das schwer schockierte Kind bei sich auf.

Der Mann lebt von der jungen Frau schon länger getrennt. Da der Mann bereits in der Vergangenheit gewalttätig geworden war, bestand ein Kontaktverbot. Am Mittwoch erfolgte die Scheidung. Dies dürfte laut Polizei der Grund dafür gewesen sein, dass der 35-jährige Münchner am späten Nachmittag in die Ortschaft Garching fuhr, um sich an der Frau zu rächen. Als er die Irakerin sah, stoppte der Mann mitten auf der Fahrbahn und sprang aus seinem Fahrzeug.

Die junge Frau versuchte, dem Heranstürmenden auszuweichen, wobei sie den kleinen Sohn noch vor dem wütenden Vater schützte. Der 35-Jährige hatte das Messer aber bereits in der Hand und stach mehrfach mit Wucht auf Kopf und Körper der Frau ein.

Schwer verletzt und stark blutend flüchtete sie mit dem Sohn über die Straße. Der Täter folgte ihr. Während die Frau sich gegen ein geparktes Auto stützte, holte der Mann aus seinem eigenen Fahrzeug eine Plastikflasche mit einer brennbaren Flüssigkeit und stürmte wieder auf das bereits schwer verletzte Opfer zu.

Die Frau versuchte erneut zu flüchten, wurde aber von ihrem Ex-Mann eingeholt. Der 35-Jährige überschüttete sie mit der Flüssigkeit und zündete die Kleidung an. Durch die Schreie der Frau wurden Anwohner und Passanten aufmerksam, eilten zum Tatort und löschten die Verletzte mit Decken und Wasser.

Ein Beamter, der in seiner Wohnung ebenfalls die Hilferufe gehört hatte, konnte den Iraker festnehmen. Ein fünfköpfiges Kriseninterventionsteam übernahm die Betreuung des Kindes und die mehrerer geschockter Tatzeugen. Der kleine Bub wird nach Angaben der Polizei weitere psychologische Hilfe brauchen.

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