Sa, 18. November 2017

74-Jähriger in Haft

28.02.2017 08:40

Mordversuch mit Stromstößen

"Schaut’s euch das an!" Ein anonymer Brief rief die Polizei Wolfern auf den Plan. Die Vorwürfe sind massiv: Ein 74-jähriger Dietacher soll in einer Woche zweimal versucht haben, im Bad mit Stromstößen seine Frau (64) zu töten. Sie selbst schwieg aus Angst. Jetzt wurde der Ehemann wegen Mordversuch-Verdachts verhaftet.

"Das erste Mal war es ein Unfall, der zweite angebliche Angriff ist erfunden", rechtfertigt sich der 74-Jährige, der inzwischen nach Linz übersiedelt war. Die Angriffe sollen bereits am 26. Jänner und 2. Februar des Vorjahres passiert sein. Während sich die 64-Jährige im Bad die Zähne putzte, soll ihr Ehemann ein altes Verlängerungskabel mit zwei Steckern unter Strom gesetzt und den zweiten Stecker bei der Ehefrau unter der rechten Achsel auf die nackte Haut gedrückt haben. "Es war, als würde mich jemand fest zwicken", gab die Frau später zu Protokoll. Beim ersten Angriff erlitt die Dietacherin Strommarken am Oberkörper, die sie auch vom Hausarzt versorgen ließ. Beim zweiten Angriff kam es zu keinen Verletzungen. Die Frau schwieg vermutlich aus Angst

Taten genau beschrieben
Doch am 29. Juli 2016 trudelte bei der Polizei Wolfern ein anonymes Schreiben ein, in dem die Taten genau beschrieben wurden. "Nun ist ein Gutachten fertig geworden, das bestätigt, dass die beiden Angriffe lebensbedrohlich waren", erklärt Andreas Pechatschek von der  Staatsanwaltschaft in Steyr, warum erst jetzt die Festnahme des Verdächtigen, der mittlerweile in Linz wohnhaft ist, veranlasst wurde. Beim Sicherungskasten hatte der Verdächtige, für den die Unschuldsvermutung gilt, übrigens nichts manipuliert.

Das Motiv dürfte sich um Trennungswünsche des 74-Jährigen handeln, der zur Tatzeit schon eine neue Freundin gehabt haben soll.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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