Mi, 17. Jänner 2018

Neue Frist

26.10.2006 16:24

Elsner-Auslieferung wird am 28.11. entschieden

Das Warten auf eine endgültige Entscheidung über eine Auslieferung des früheren BAWAG-Generaldirektors Helmut Elsner von Frankreich nach Österreich geht weiter. Neuer Stichtag ist der 28. November. An diesem Tag wird ein Gericht in Paris über die Berufung Elsners gegen seine Auslieferung entscheiden. Indes hat die Wiener Staatsanwaltschaft die Anklagen im BAWAG-Skandal eingereicht.

Elsner befindet sich noch in Südfrankreich, wo er verhaftet wurde, sich aber bisher seiner Auslieferung unter Hinweis auf seine angeblich schwere Erkrankung widersetzt hat. Das französische Gericht hat dem nicht Glauben geschenkt.

BAWAG-Anklagen zugestellt
Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft in Wien die Anklagen im Fall BAWAG dem zuständigen Gericht zugestellt. Damit kommt das Verfahren gegen die Verantwortlichen für die Milliardenverluste der Bank bei Karibik-Spekulationen in eine konkrete Phase. Die Anklage lautet auf Untreue, schweren Betrug und Bilanzfälschung. Diese Delikte sind bei Verurteilung mit einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren bedroht.

Verzetnitsch bleibt vielleicht verschont
Die Beschuldigten haben jetzt vierzehn Tage Zeit, um ihre Einsprüche vorzubringen. Angeklagt sind insgesamt neun Personen, darunter die früheren BAWAG-Chefs Helmut Elsner und Johann Zwettler, der frühere BAWAG-Aufsichtsratspräsident und ÖGB-Finanzchef Günter Weninger, der Investmentbanker Wolfgang Flöttl sowie fünf weitere Personen. Ob auch der ehemalige ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch vor Gericht muss, ist noch offen.

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