Mo, 23. Oktober 2017

Digitale Bildung

27.02.2017 12:01

Schüler sollen Fake News erkennen lernen

Schüler sollen künftig nicht nur verstärkt den richtigen Umgang mit Hard- und Software, sondern auch digitale Inhalte kritisch hinterfragen lernen. Durch eine neue Kooperation mit dem Verein Mimikama, die Bildungsministerin Sonja Hammerschmid am Montag präsentiert hat, sollen Lehrer das Rüstzeug erhalten, den Jugendlichen das Erkennen von Fake News beizubringen.

Der vor sechs Jahren gegründete Verein Mimikama befasst sich neben Falschmeldungen auch mit Abo-Fallen, Spam, gefälschten Gewinnspielen, schädlichen Links und Phishing-Mails. Das Wissen, wie man Fake News und andere Gefahren im Internet erkennt, soll ab dem zweiten Halbjahr 2017 an Lehrer weitergegeben werden - denn "Falschmeldungen können uns beeinflussen in unserem Leben und unserem Verhalten", betonte Andre Wolf von Mimikama am Montag bei der Pressekonferenz.

Im Zuge der neuen Informationsoffensive zum kritischen Umgang mit digitalen Inhalten und zur Prävention von Cybermobbing wurde auch die schon seit 2010 laufende Kooperation mit Saferinternet.at aktualisiert. Dort können Lehrer Unterrichtsmaterialien, Online-Lernkurse und Infos zu vielen Themen abrufen oder Referenten für themenspezifische Workshops anfordern. Cybermobbing, erklärte Projektleiter Bernhard Jungwirth, sei für die Schulen oft ein Anlassfall, um sich mit dem Thema "Sicheres Internet" zu beschäftigen.

Seriöse Schätzungen, wie viele Schüler in Österreich von Cybermobbing betroffen sind, gibt es laut Jungwirth nicht. Eine Studie des Forschungsnetzwerks EU Kids Online habe aber 2010 gezeigt, dass rund sieben Prozent der europäischen Schüler Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht haben.

Hammerschmid fordert rasches Handeln
"Wir müssen rasch agieren, denn unsere Kinder und Jugendliche sind täglich mit Cybermobbing, Hasspostings und Fake-News konfrontiert. Die Schulen müssen das wirklich als Handlungsfeld begreifen", betonte Hammerschmid. Gerade Cybermobbing habe durch die breite Nutzung von Smartphones und sozialen Medien "massiv zugenommen". Die wichtigsten Infos zum Thema Cybermobbing und einen Überblick über Beratungsstellen hat das Ministerium jetzt auf der Homepage www.bleibfair.at zusammengetragen.

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Redaktion
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