Do, 18. Jänner 2018

25.10.2006 16:20

Reimversuche

Das freie Wort
Zum "übertriebenen Drang zu dichterischer Tätigkeit" im Bereich der Leserbriefe der "Krone" - Herr Gerhard Lutz aus Kolsass hat ihn zur Diskussion gestellt -, möchte ich als gelegentlicher Leserbrief-Schreiber ein paar Worte sagen:

Natürlich kann man über Beiträge in Versform geteilter Meinung sein. Ebenso natürlich sind "eher kindlich anmutende" Reimversuche wenig geeignet, ernste Themen lustig zu machen. Wenn ich als so genannter Leserbrief-Schreiber, immer wieder versuche, auch durchaus ernste Themen in Versform abzuhandeln, dann sicherlich nicht deshalb, weil ich mich - wie Herr Lutz vermutet - nicht getraue, meine "Ansichten" klar und real unter die Leute zu bringen, sondern weil ich der Meinung bin, dass man mit etwas Humor, selbst den grauslichsten Vorkommnissen "die Spitze" nehmen und zu einem Lächeln verleiten kann.

Lange genug hatte ich meine Ansichten den Mitmenschen mittels Bescheid, klar und real mitzuteilen. Und es war mir dabei oft klar, dass dies einerseits kaum zur Erheiterung des Beschwerdeführers beitrug, und andererseits auch nicht bewirkte, dessen Verständnis für die Amtshandlung zu fördnern. Bloß "der geordnete Gang der Verwaltung war gewahrt"!

Als leidenschaftlicher Befürworter einer ernsthaften und korrekten Berichterstattung in den Medien, fände ich es schön, wenn auch weiterhin die Bereitschaft bestünde, Leserbriefe auch in Form eines Gedichtes zu veröffentlichen.

Die äußerst engangierte Haltung und Stellungnahme, des Herausgebers der "Krone", Hans Dichand, zu den Bedenken, des Herrn Lutz war eindeutig und lässt uns "kindliche" Dichter hoffen.




Willibald Zach, Krems
erschienen am Do, 26.10.
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