So, 19. November 2017

Konfrontation:

26.02.2017 12:52

„Polizisten müssen was aushalten!“

Seit dem Urteil oberösterreichischer Verwaltungsrichter gegen einen Fußballfan wird viel darüber diskutiert: Ab wann begeht man im Umgang mit Amtspersonen eine verbale Anstandsverletzung? Die "Krone" hörte sich am sensibelsten Ort in Linz um: Dem Hauptbahnhof mit seinem Menschenmix.

"Wer zu einem Polizisten ,Oida‘ sagt, stellt die Amtshandlung und das Einschreiten des Polizisten in Frage und gibt ihn der Lächerlichkeit preis!" So lautete, wie berichtet, das Erkenntnis der Verwaltungsrichter gegen einen angezeigten Fußballfan.

"Wenn jemand ,Oida‘ zu uns sagt, stört das eigentlich niemanden", stellt Chefinspektor Christian Brunner, Kommandant der Polizeiinspektion Linz-Hauptbahnhof, gleich einmal klar: "Unser Aggressionslabel ist hier allerdings höher als woanders, 70 Prozent unserer Klienten gehören aber auch nicht der oberen Schicht an - wir haben viel mit Betrunkenen zu tun. Und mit dem Alkoholspiegel steigen auch die Kraftausdrücke."

Also, wo hört der Spaß nun auf? "Das beginnt mit dem Duzen, das keiner von uns mag. Darauf machen wir aufmerksam, erstatten Anzeige, wenn das nicht eingestellt wird. Ausnahmen sind einige Unterstandslose, die hier am Bahnhof Stammkunden sind", so Brunner. Und weiter: "Wir müssen schon etwas aushalten, aber bei  Kraft- und Fäkalausdrücken gibt es eine Anstandsverletzungs-Anzeige."

Mit Ausländern hat man in dieser Richtung übrigens die wenigsten Probleme: "Die beschimpfen uns kaum." Bekommen Polizistinnen eigentlich mehr Respekt? "Nein, da gibt s keinen Unterschied. Wir müssen uns dasselbe anhören, wie männliche Kollegen", erklärt Revierinspektorin Jaqueline Hintzinger und ergänzt: "Moslems versuchen häufig, uns zu ignorieren, weil sie sich von Frauen nichts sagen lassen - aber da setzen wir uns schon durch!"

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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