Mo, 23. April 2018

6.628 Euro Strafe

25.10.2006 15:42

Jäger tötet Steinadler, der seinen Dackel fressen will

Ein getöteter Steinadler kostet einen deutschen Jäger 6.628 Euro, dabei war der Mann nicht einmal auf der Jagd. Sterben musste das Tier trotzdem, und zwar weil der Adler es offenbar auf den Hund des Jägers abgesehen hatte. Der Jäger erklärte, er hätte in Notwehr gehandelt, als er seinen Hund mit dem Spazierstock vor dem aggressiven Vogel verteidigte und dabei den Steinadler erschlug. Der Richter hatte weder Mitleid mit Hund noch Herrchen und letzteren zu Schadenersatz an die Besitzer verurteilt.

Dabei hatte der Jäger noch Glück im Unglück, forderte die Greifwarte - der Vogel war dort Show- und Zuchttier - doch etwa 30.000 Euro Schadensersatz. Er hat dafür Anspruch auf 922 Euro "Schmerzensgeld" für die Behandlung seines verletzten Dackels.

Adler Norok sei der Star ihrer Vorführungen gewesen und hätte auch für Nachwuchs gesorgt, beschwerten sich die Besitzer vor Gericht. Der Richter hatte allerdings auch für sie wenig Verständnis, schließlich hätte das wilde Tier nicht aus der Obhut entlassen werden dürfen, zumindest nicht ohne Peilsender. Der Jäger hingegen hätte wissen müssen, dass der Dackel ins Beuteschema des Adlers passe und habe Warnungen von Spaziergängern ignoriert, so der Richter.

Symbolbild

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