So, 17. Dezember 2017

Wegen Funkhaus:

23.02.2017 10:12

ORF machte 29,7 Millionen Euro Verlust

Der ORF hat 2016 ein Minus von 29,7 Millionen Euro geschrieben, darüber hat die ORF-Führung nun die Stiftungsräte informiert. Grund ist - wie bereits bekannt -, dass der Verkauf des Funkhauses nicht wie geplant im Vorjahr abgeschlossen wurde, schreibt die ORF-Spitze in dem Brief. Die Geschäftsführung möchte die Transaktion nun "in mehreren Schritten" abwickeln.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und der Kaufmännische Direktor Andreas Nadler versichern dem Stiftungsrat in ihrem Schreiben, dass "sämtliche Ergebnisbeiträge aus dem Funkhausverkauf" wieder ins Eigenkapital fließen werden. Somit werde "der buchhalterische Verlust des Eigenkapitals 2016 in den Folgejahren wieder rückgängig gemacht werden". Das Minus im ORF-Konzern beträgt 2016 24,3 Millionen Euro.

Dass der Verkauf "trotz größter Anstrengungen" nicht bis Jahresende 2016 über die Bühne ging, liege "zum einen an Forderungen der Käufer, die wir nicht erfüllen konnten". Als Beispiel wird hier die "Möglichkeit zur Überbauung der von uns zurückbehaltenen Sendestudios und des Sendesaals" genannt. Zum anderen gibt es beim ORF selbst "Unsicherheiten über den Zeitpunkt einer Absiedlung", da man beim Neubau auf dem Küniglberg mit Verzögerungen rechnen muss.

"Arbeiten an Alternativen"
"Wir arbeiten derzeit an Alternativen, um den Verkauf dennoch zu einem Abschluss zu bringen", versichern Wrabetz und Nadler dem obersten Aufsichtsgremium des ORF. Dafür wird auch ein Antrag vorgelegt, der Stiftungsrat möge die Geschäftsführung ermächtigen, "den Verkauf in mehreren Schritten zu vollziehen". Das hieße zwar, "dass die Erlöse nur zu einem geringen Teil im Jahr 2017 realisiert werden können", wie das ORF-Management einräumt, der "aktuelle Wert vor Eintreten der Bausperre im Juni 2017" könne aber gesichert werden.

Details wollen Wrabetz und Nadler in der Sitzung des Stiftungsrats am Donnerstag nächster Woche (2. März) sowie im Finanzausschuss am kommenden Montag darlegen. Der bürgerliche Thomas Zach als Vorsitzender des Finanzausschusses, wollte die aktuell verschickte Information am Mittwoch mit Verweis auf die Sitzung nicht kommentieren.

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