Mo, 23. Oktober 2017

Aktuelle Studie

23.02.2017 07:27

2 Monate Ferien, aber Lehrer am meisten gestresst

Ein Arbeitstag kann ganz schön lange sein - und bei entsprechendem Stresspegel auch sehr anstrengend. Schon 39 Prozent aller Österreicher fühlen sich durch Stress im Beruf erheblich beeinträchtigt. Besonders anstrengend empfinden Lehrer ihren Beruf. Pädagogen sehen sich in eine aktuellen Online-Umfrage des Market-Instituts als die am meisten gestressten Arbeitnehmer - und das, obwohl sie die längsten Sommerferien haben.

Auf die Lehrer folgen die Beschäftigten in Handel und Transportwesen. Die geringste Stressbelastung weisen Industriearbeiter und Beschäftigte im Gesundheitswesen auf.

Männer stärker betroffen als Frauen
Laut der repräsentativen Umfrage, die im Herbst 2016 mit 1000 Berufstätigen im Alter von 18 bis 65 Jahren durchgeführt wurde, sind Männer stärker stressbelastet als Frauen. Beinahe jeder Vierte bezeichnet sich selbst als Burn-out-gefährdet. Dabei ist vor allem die Gruppe der 35- bis 54-Jährigen betroffen. Unter den verschiedenen Berufsgruppen gaben vor allem Arbeiter an, durch Burn-out gefährdet zu sein, was bei Selbstständigen nur geringfügig der Fall ist. "Das liegt wahrscheinlich an der starken Fremdbestimmtheit der Arbeiter", meint Inge Schulz, Leiterin der Personalabteilung bei der Allianz-Gruppe.

Stress wirkt sich auf das Wohlbefinden aus
Jene, die sich einem hohen beruflichen Stresslevel ausgesetzt sahen, gaben zudem an, Gesundheitsprobleme zu haben. Das Stressempfinden nimmt mit dem Alter ab: So bezeichnen sich 41 Prozent der 18- bis 34-Jährigen als sehr gestresst, während dies "nur" 35 Prozent der 55- bis 65-Jährigen von sich behaupten.

Schlechtes Betriebsklima (über-)fordert oft
Nach Zeitdruck sind vor allem Leistungsdruck und ein schlechtes Betriebsklima Auslöser für Stress, Überstunden wurden nur von fünf Prozent der Befragten genannt. "Generell sind aber Mitarbeiter in kleineren Unternehmen etwas weniger gestresst", so Schulz.

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Redaktion
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