Di, 21. November 2017

Musikverein

21.02.2017 22:00

Hirten singen nicht mehr für Tobi Reiser

Heftige Diskussionen löste im Vorjahr die Salzburger Volksmusiklegende Tobi Reiser senior aufgrund seiner NS-Vergangenheit aus. Die Folge: Der Tobi-Reiser-Preis wird seither nicht mehr verliehen. Nun zog auch Josef Radauer nach und benannte das Tobi-Reiser-Adventsingen in "Salzburger Hirtenadvent" um.

Zugegeben ist der Februar nicht gerade der ideale Monat, um sich auf die Adventzeit einzustimmen (der ein oder andere hat immer noch mit den angefutterten Weihnachtspfunden zu kämpfen). Das hat den früheren "Hiatabuam" und heute Leiter des Adventsingens, Josef Radauer, nicht davon abgehalten, am Dienstag im Stoibergut in Salzburg-Maxglan, interessante Neuerungen preiszugeben.

Neuer Name: "Salzburger Hirtenadvent"
Das Tobi-Reiser-Adventsingen, das seit 2006 in der Großen Universitätsaula veranstaltet wird, soll unter dem neuen Namen "Salzburger Hirtenadvent" in der "musikalischen Tradition von Tobi und Tobias Reiser" fortgeführt werden. Und wenn schon eine Neuorganisation, dann richtig. Das Tobi-Reiser-Ensemble zieht sich nicht nur von öffentlichen Auftritten zurück haben doch die Musiker ein stolzes Alter erreicht, in dem längere Reisen zu Auftritten nicht mehr so aufregend sind wie einst sondern fungieren auch nicht als Veranstalter. Die Verantwortung liegt nun beim Salzburger Musikverein. Ein neues Ensemble wurde prompt gefunden. "Wir haben es nach mir benannt, weil uns nichts anderes eingefallen ist", witzelt der Adventsingen-Chef. Das Radauer-Ensemble besteht aus Salzburger Musikern, die meist mehrere Instrumente beherrschen und ihr Debüt 2016 beim Salzburger Passionssingen feierten. Die Hirtenkinder Anna Cecilia (6) und Emilia (11) lassen sich dadurch nicht beirren, perfektionieren ihre Talente an der Geige und der Schwegelpfeife. "Wir sind alle eine große Familie."

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

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