Mo, 22. Jänner 2018

Anzeigenflut

24.10.2006 20:18

Jedes Jahr wird illegales Tierasyl gesperrt

„Pro Jahr wird etwa ein illegales Tierasyl gemeldet und geschlossen - aber so krass wie das in St. Oswald bei Freistadt war noch keines“, ist man im Büro von Landesrätin Silvia Stöger erschüttert. Um dem illegalen Tierasyl-Wildwuchs zu begegnen, baut nun eine neu gegründete Landesstiftung in Grünburg bei Kirchdorf einen Gnadenhof für Vierbeiner, die keiner mehr will.

„Wer ein Tierheim oder eine Aufnahmestation für Vierbeiner betreiben will, braucht behördliche Genehmigungen, in denen Unterbringung, Hygiene, Versorgung, Quarantäne und natürlich auch veterinärmedizinische Kontrollen geregelt sind. Betreibt jemand so eine Station illegal, dauert es, bis im Rechtsstaat die Verfahren abgeschlossen sind“, so Silvia Stöger.

Im Fall der Tierrettungsstation in St. Oswald, wo es zu unvorstellbarem Tierleid gekommen war, arbeiteten die Mühlen des Gesetzes entsprechend langsam: Der Betreiber des illegalen Asyls legte gegen Bescheide Berufungen ein, wurde zuletzt wegen zahlreicher Tierhaltungsverstöße sowie Tierquälerei zu einer Geldstrafe von 495 Euro verurteilt…

Ein Großprojekt des Landes soll nun dem Wildwuchs von privaten Tierasylen, die ja meist aus edler Gesinnung, aber halt unter falschen Voraussetzungen entstehen, entgegenwirken: Bei Grünburg will die im Sommer gegründete Tierheimstiftung des Landes (der ein Privatspender bereits 300.000 Euro überwies) um etwa 770.000 Euro einen Vierkanthof mit 165.315 Quadratmetern Grund für die Errichtung eines Gnadenhofes erwerben. Dorthin soll dann auch der schon zu kleine Welser Gnadenhof übersiedeln.

 

 

Foto: Horst Einöder

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuelle Schlagzeilen
Für den Newsletter anmelden