So, 17. Dezember 2017

Wiener Lösung

20.02.2017 07:36

Zettel oder wieder teure Automaten?

In Wien funktioniert es hunderttausendfach jeden Tag: Das Ausfüllen der Kurzpark-Scheine oder das Abstellen der Fahrzeuge mittels Handy-Abbuchung. Salzburg steht vor einer Entscheidung und wie immer gibt es heftigen und unnötigen Streit.

Beispiel Salzburg: Suche nach einem funktionierenden Automaten. Kein Kleingeld bei der Hand. Wechseln in einem nahen Lokal. Einwurf. Drehen an der Zeitscheibe. Bestätigung für den Ausdruck. Rückkehr zum Auto. Zettel nicht verlieren. Beispiel Wien: Griff ins Handschuhfach. Kontroll-Blick auf die Uhr. Ausfüllen von Zeit, Tag, Jahr. Hinterlegen des Kurzpark-Scheins am Armaturenbrett. Dazu ist allerdings eine logistische Handlung Voraussetzung, ähnlich wie beim Tanken: Die Autofahrer müssen sich mit genügend Zetteln versorgen.

Die ohnehin durch die Tabak-Debatte im Umsatz geschwächten Trafikanten könnten eine kleine Provision bekommen. Auch bei Tankstellen wären die Kurzparkscheine erhältlich. Was daran schwierig sein soll, versteht zum Beispiel der Bürgermeister-Kandidat Bernhard Auinger nicht, der sich alle Systeme angeschaut hat. Es gibt dazu die Möglichkeit des Handy-Parkens und in Wien sind 15-Minuten-Schnellpark-Scheine gratis zu erhalten, auf denen lediglich Tag und Zeit auszufüllen sind für kurze Erledigungen.

Gesamtes Stadtgebiet gebührenpflichtig?
Die ÖVP unter Vizebürgermeister Preuner will das Automaten-System beibehalten. Doch wie die "Krone" schon berichtet hat, gibt es keine Ersatzteile für die alten Automaten. Es müsste ein neues System flächendeckend aufgestellt werden. Denn eines ist fix: Das gesamte Stadtgebiet wird gebührenpflichtige oder gebührenfreie Zone. Gründe sind überall zu sehen. Schon jetzt sind Straßen in weiten Gebieten in der Josefiau oder in Aigen durch Tagesparker komplett verstellt. In Wien sind praktisch alle großen Flächenbezirke Kurzparkzonen, die Pendler steigen auf Bahn und Bus um.

Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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