Di, 21. November 2017

„Operation“ geglückt

17.02.2017 08:05

Endlich neuer Primar für erste Medizin!

Der Bestellungsprozess war langwierig: Jetzt wurde endlich ein Primar für die erste Medizin im Landesspital gefunden. Der Stoffwechsel-Experte Bernhard Paulweber - er führt die Klinik interimsmäßig schon seit 2015 übernimmt in einer fordernden Zeit. Er ist als umsichtiger und menschlicher Top-Mediziner bekannt.

Der Dozent und baldige Professor Dr. Paulweber konnte im bereits zweiten Auswahlverfahren für die Primarsstelle in mehreren Bereichen "Bonuspunkte" sammeln: Er begann 1982 seine medizinische Laufbahn an den SALK, blieb der Klinik mit Forschungsunterbrechungen von London bis San Francisco treu und baute das Spezialgebiet der Stoffwechselerkrankungen weiter aus. Jetzt wurde er erstgereiht und wird die I. Medizin mit rund 80 Betten und 30 Ärzten leiten. "Ich nehme das Vertrauen gerne an", so Paulweber zur "Krone", derzeit auf Skiurlaub. Er übernimmt die Klinik in einer schwierigen Zeit:

"Wir müssen im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und neuen Entwicklungen den Spagat schaffen." Auch in seinem Fachgebiet sind immer mehr modernste, aber sehr teure Medikamente verfügbar: "Beispiel dafür sind die Cholesterin-Senker", erklärt Paulweber, der eine Zwei-Klassen-Medizin mit aller Kraft verhindern will. "Die Therapien sollen jenen zu Gute kommen, die sie dringend brauchen." Problematisch sieht er das zunehmende Übergewicht der Bevölkerung: Neben Diabetes steigen etwa Erkrankungen wie die Fettleber weiter an.

"Meiste wissenschaftliche Punkte"
Auch der Forschungsbereich sprach klar für den Top-Mediziner. Landesvize Christian Stöckl und SALK-Chef Paul Sungler zur Entscheidung: "Er hat mit Abstand die meisten wissenschaftlichen Punkte. Eine sehr gute Wahl." Paulweber ist auch an der "Paracelsus 10.000"-Studie beteiligt, wo bereits 4000 Salzburger untersucht wurden. Energie tankt er privat im sportlichen Ausgleich. Sein Blick in die Zukunft: "Wir möchten auch eine Internistische Angiologie aufbauen." Eine wichtige Methode, weil Stoffwechselstörungen Hauptgrund für Probleme mit den Gefäßen sind. Räumlich stößt die Klinik, die im Altbau untergebraucht ist, rasch an ihre Grenzen. Paulweber: "Wenn die Dialyse umzieht, bekommen wir etwas Platz für die Ambulanz dazu."

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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