Sa, 18. November 2017

Nach Obama-Abgang

16.02.2017 07:01

US-Kampftruppen bald in Bürgerkriegshölle Syrien?

Im US-Verteidigungsministerium haben die Scharfmacher seit dem Amtsantritt Donald Trumps als Präsident offenbar Oberwasser - und rütteln an einem jahrelangen außenpolitischen Tabu: Einem Medienbericht zufolge erwägt das Pentagon die erstmalige Entsendung von regulären Kampftruppen nach Syrien. Eine entsprechende Maßnahme solle Trump empfohlen werden, meldete CNN in der Nacht auf Donnerstag. Aufgabe der Soldaten solle die Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat sein.

Eine kleine Anzahl von US-Sondereinsatzkräften ist in Syrien bereits aktiv. Trumps Vorgänger Barack Obama lehnte es jedoch stets ab, Kampftruppen in das Bürgerkriegsland zu entsenden.

Auf diplomatischer Ebene sind im Syrienkrieg ab Donnerstag alle Augen auf die kasachische Hauptstadt Astana gerichtet. Dort beginnt mit einem Tag Verspätung eine neue Runde der Gespräche um eine dauerhafte Waffenruhe bzw. eine friedliche Lösung des blutigen Konflikts. In einem ersten Schritt soll die seit Ende 2016 geltende Waffenruhe gestärkt werden. Gleichzeitig wollen die Teilnehmer die Friedensgespräche unter Führung der UNO vorbereiten, die kommende Woche in Genf fortgesetzt werden sollen.

Initiatoren des Treffens sind Russland, der Iran und die Türkei, die auch als Garantiemächte der Waffenruhe auftreten. Die syrische Regierung ist ebenso vertreten wie Oppositionsgruppen. Da die Delegation der Gegner von Präsident Bashar al-Assad erst am Mittwoch in Astana eintraf, musste die Konferenz um einen Tag verschoben werden. Bereits im Jänner hatte es ein Treffen in Astana gegeben, die Verhandlungen blieben jedoch erfolglos.

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