Di, 17. Oktober 2017

Bei Wohnhausbrand

16.02.2017 06:52

Chihuahua-Dame „Chloe“ rettete ihre Familie

Chihuahua-Dame "Chloe" hat ihre Familie und die anderen Mieter in einem alten Mehrparteienwohnhaus in Mauerkirchen in Oberösterreich vor dem Erstickungstod bewahrt. Beim Trocknen nach einem Wasserrohrbruch hatte ein Heizstab die Zwischendecke in Brand gesetzt. "Chloe" weckte rechtzeitig ihr Frauchen.

"Im Haus hat's einen Wasserrohrbruch gegeben. Zum Austrocknen wurden im Erdgeschoß Löcher in Wand und Decke gebohrt und Heizstäbe hineingesteckt. Einer davon hat die Holztramdecke und das Stroh drüber in Brand gesetzt. Gott sei Dank hat uns der Hund aufgeweckt. Unser Schlafzimmer war schon voller Rauch", berichtet Mieter Michael Aglas (37).

Kurz nach 5 Uhr früh hatte die vierjährige Chihuahua-Dame "Chloe" Alarm geschlagen. Sie bellte, sprang dann hoch und kratzte Frauchen Katharina Aglas (32) am Arm, bis sie aufwachte und Ehemann sowie den elfjährigen Sohn Anton wachrüttelte. "Wir sind samt unserem Sohn raus, haben dann die Nachbarn nebenan geweckt, die zwei kleine Kinder haben. Auch die anderen Mieter sind geflüchtet", so Michael Aglas.

"Rauch durch Lüftungen nach oben gezogen"
Die örtliche Feuerwehr rückte rasch an. "Wir haben zuerst die Lage erkundet und den Kohlenmonoxidwert gemessen, der deutlich erhöht war. Dann haben wir den Brandherd gesucht, was zuerst nicht ganz einfach war, bis uns ein Bewohner gesagt hat, dass im Erdgeschoß eine Entfeuchtung stattfindet. Der Rauch ist durch die Lüftungen nach oben in die Bäder und Toiletten gezogen. Die Lüftungen haben wir erst einmal dicht gemacht, dann die Zwischendecke geöffnet. Der Glimmbrand war etwa zwei Quadratmeter groß", berichtet Feuerwehrkommandant Karl Daxecker.

Katharina Aglas musste nachträglich noch zum Arzt, weil sie so stark hustete. Sie war fruchtbar stolz auf ihre "Chloe": "Sie hat für ihre Aufmerksamkeit von allen Nachbarn Leckerlis bekommen und sehr viel Lob."

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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