Do, 19. Oktober 2017

Mitterer im Gespräch

15.02.2017 07:20

Gemeindeverband mit Salzburger Kandidat

Überraschende Wende in der Nachfolge-Frage für die wichtigste Schlüsselposition in der Österreichischen Gemeindepolitik: Wie die "Krone" erfahren hat, erwägt der Chef des Salzburger Gemeindeverbandes, Bürgermeister Günther Mitterer, die Nachfolge von Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer anzutreten.

Bislang galt Alfred Riedl, Präsident des Niederösterreichischen VP-Verbandes, als ein Kandidat. Im März wird Mödlhammer das Amt nach 18 Jahren niederlegen dass erneut ein Salzburger an die Spitze gewählt wird, galt bislang als eher unwahrscheinlich. Tatsächlich sieht es danach aus, als stünden nicht alle Ländervertreter geschlossen hinter Riedl.

Laut "Krone"-Infos soll der Wunsch geäußert worden sein, noch einen weiteren Kandidaten zu nominieren und hier kommt Mitterer unerwartet ins Spiel. Er wurde demnach von Tirol und Vorarlberg gebeten, sich für das Amt zu bewerben. Und er scheint auch gar nicht abgeneigt, wie jetzt aus einer schriftlichen Unterstützungsbitte hervorgeht, die er dem Gemeindeverband hat zukommen lassen. "Ich wurde von meinen Kollegen ersucht, mich für dieses Amt zu bewerben, eine Herausforderung, die ich gerne und voller Überzeugung annehmen werde." Mitterer war zuletzt aufgefallen, weil er sich vehement gegen die Salzburger Raumordnungsnovelle gestemmt hatte, die von Astrid Rössler stammt.

Autonomie-Verlust befürchet
Er befürchtet unter anderem, dass sie einen Autonomie-Verlust für Bürgermeister mit sich bringt. Und dass das Modell auch in anderen Bundesländern Schule machen könnte. Seine entschiedene Haltung in dieser Frage, die ihm vor allem Kritik seitens der Grünen eingebracht hatte, stärkte allerdings seine öffentliche Wahrnehmung enorm. "In der Abwägung aller Interessen ist es so, dass Teile des Gesetzes durchaus vernünftig sind, etwa um Bauland-Spekulationen zu unterbinden."

Angesprochen auf eine mögliche Nachfolge hatte Mitterer zuletzt gesagt, dass man sich noch in einem laufenden Diskussionsprozess befinde und es noch keine Einigung auf einen Kandidaten gebe: "Ich gehe davon aus, dass wir uns erst kurz vor der Wahl einigen werden. Jedem, der für das Amt kandidiert, muss aber klar sein, dass er damit in große Fußstapfen tritt."

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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