Fr, 24. November 2017

Neue Vermessung

15.02.2017 07:05

Der Wolfgangsee ist „gewachsen“

Neue Methoden, neue Vermessung, neue Ergebnisse: Nicht selten werden historische Daten von modernen Hightech-Nachforschungen korrigiert etwa bei der Höhe von Bergen oder der Größe von Gewässern. Dass der Wolfgangsee so aber gleich um 5,4 Hektar "größer" wird, das überraschte sogar Gewässerschutz-Experten.

"Diese Abweichung ist durchaus beachtlich", gibt Friedrich Mair zu, Leiter der Abteilung 7 im Amt der Salzburger Landesregierung, die eben für "Wasser" zuständig ist. Regelmäßig überprüfen seine Fachleute für Gewässerschutz auch die Seen, messen dabei die Wasserflächen neu ab. In erster Linie, um mit den erhobenen Daten die Qualität des Wassers beurteilen zu können, aber auch um aktuelle Daten zu Wassermenge, Fläche oder Tiefe zu gewinnen. "Mittlerweile sind durch technische Hilfsmittel wie GPS solche Neuvermessungen weniger aufwändig", weiß Mair. Die Daten werden im Wasser-Informationssystem WIS gesammelt.

Im vergangenen Jahr war der Wolfgangsee an der Reihe und das neue Ergebnis, das anhand einer neuen Mittelwasserlinie eruiert wurde, hat selbst die Experten überrascht: Die Wasserfläche ist gleich um 5,4 Hektar größer geworden. Im konkreten Fall bedeutet das einen um gut 15 Zentimeter höheren Wasserstand mit dem sich dann gleichzeitig das Ufer "verlängert" hat. "Auf den Grenzkataster haben unsere Messungen aber keine Auswirkungen", erklärt Mair.

Ingenieur-Konsulent herangezogen
Für die Festlegung von rechtlich relevanten Seen-Grenzen wird nämlich ein staatlich befugter und beeideter Ingenieur-Konsulent für Vermessungswesen heran gezogen. Wie Gernot Fleischmann aus Salzburg. Der hat im Auftrag der Österreichischen Bundesforste, "Besitzer" des Wolfgangsees, das Teilstück zwischen Fürberg und Ried neu aufgearbeitet. "Zuerst werden anhand vorliegender Daten Messungen durchgeführt, dann im Beisein der Inhaber die Grundgrenzen begangen und einvernehmlich festgelegt. Das dauert Monate."

Max Grill, Kronen Zeitung

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