Di, 17. Oktober 2017

Mit Kopfschusswunde

14.02.2017 16:16

Ku-Klux-Klan-Anführer tot in Fluss gefunden

Ein selbst ernannter Anführer des rassistischen Ku-Klux-Klans im US-Staat Missouri ist am Wochenende tot in einem Fluss entdeckt worden. Medienberichten zufolge wies die Leiche von Frank Ancona eine Kopfschusswunde auf. Die Polizei ermittelt wegen Mordes. Anconas Ehefrau (44) und sein Stiefsohn (24) stehen unter Tatverdacht. Da der "Imperiale Hexenmeister" zahlreiche Feinde innerhalb des Klans hatte, könnte der Mörder aber auch aus den Reihen des KKK selbst stammen.

US-Medien zufolge soll der Stiefsohn den 51-Jährigen in dessen Schlafzimmer erschossen haben. Danach habe der junge Mann gemeinsam mit seiner Mutter die Leiche in den Big River in der Nähe der Stadt Belgrade geworfen. Blutspuren im Schlafzimmer und im Wagen des 24-Jährigen erhärten diese Version. Die beiden sitzen seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Die örtliche Staatsanwaltschaft nannte laut dem "St. Louis Post-Dispatch" "Eheprobleme" als ein mögliches Mordmotiv.

Ancona, der im Jahr 2009 die "Traditionalist American Knights of the Ku Klux Klan" in Missouri gegründet hatte, brüstete sich zu Lebzeiten in einem Online-Karrierenetzwerk mit der Bezeichnung "Imperial Wizard". Auf YouTube veröffentlichte er Videos unter anderem von Kreuzverbrennungen des Klans. Der "Kansas City Star" porträtierte ihn 2016 als einen Anführer, der den KKK als christliche Organisation und Bruderschaft bezeichnete.

In diesem Video führt die Hackergruppe Anonymous ein Interview mit Ancona:

Feinde freuen sich über Tod des "Spitzels"
Nach Bekanntwerden des Todesfalls zeigten sich Anhänger Anconas bestürzt. In den sozialen Medien fanden sich aber auch allerhand Jubelmeldungen, in denen vom "gerechten Tod" des "Juden" und "Spitzels" die Rede war, der die Organisation unterwandern habe wollen. Nicht alle KKK-Mitglieder waren dem 51-Jährigen wohlgesonnen: Für seine Feinde war Ancona, der sogar Schwarze zu Treffen eingeladen und früher ein Rabbiner gewesen sein soll, zu liberal.

Gabor Agardi
Redakteur
Gabor Agardi
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