Mi, 13. Dezember 2017

Afghane in Haft

14.02.2017 16:34

Polizeihund "Anuk" erschnüffelte Sextäter

Der feinen Spürnase seines Widersachers auf vier Pfoten konnte er nicht entkommen: Wie berichtet, gelang es Polizeihund "Anuk", die Exekutive auf die Spur eines 17 Jahre alten Sextäters zu bringen, der kurz zuvor eine zweifache Mutter auf der Wiener Donauinsel am helllichten Tag vergewaltigen wollte - und das vor den Augen ihrer zwei kleinen Kinder. Der Verdächtige wurde festgenommen, streitet jedoch alles ab und will sich an nichts erinnern können.

Bei dem schockierenden Angriff, der sich bereits vor einer Woche in der Nähe der Donaustadtbrücke abgespielt hatte, wurde die 31-Jährige von ihrem Peiniger von hinten am Nacken gepackt und zu Boden gerissen. Doch die zweifache Mutter - ihre beiden kleinen Kinder im Alter von einem und zwei Jahren saßen zum Zeitpunkt der Attacke im Kinderwagen - wehrte sich heftig gegen den Angreifer, biss diesen sogar ins Gesicht und konnte ihm auch noch die Kapuze von der Jacke reißen.

Kapuze als alles entscheidende Spur
Und genau dieses Stück Stoff sollte die Polizei bzw. ihren Ermittler auf vier Pfoten auf die alles entscheidende Spur bringen. Nachdem "Anuk" nur kurz an der zurückgelassenen Kapuze geschnüffelt hatte, nahm der Hund auch schon die Fährte des geflüchteten Sextäters auf und folgte ihr. Er führte seine zweibeinigen Kollegen daraufhin zur nahen U-Bahn-Station, wo die Spur endete. Für die Polizisten stand damit fest: Der Angreifer musste mit der U-Bahn geflohen sein.

"Habe drei Bier getrunken"
Nach Sichtung der Überwachungsaufnahmen sämtlicher Garnituren zum Zeitpunkt der Attacke wurden die Beamten schließlich fündig: Sie konnten den Tatverdächtigen identifizieren, in einem Flüchtlingsheim ausforschen und festnehmen. Von der versuchten Vergewaltigung wollte der 17-jährige Afghane bei der Einvernahme laut "Krone"-Informationen allerdings nichts wissen: "Ich habe an dem Tag drei Bier getrunken und kann mich an nichts erinnern."

 krone.at
Redaktion
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