Fr, 24. November 2017

Kern war vor Ort:

13.02.2017 07:26

Rettet den Heuschnaps: Nun hilft auch der Kanzler!

"Wir wollen den Heuschnaps zurück", darüber sind sich weit mehr als 1000 Fans des Hochprozentigen, der 13 Jahre lang auf der Gamskogelhütte am Katschberg ausgeschenkt wurde, einig. Wirt Peter Aschbacher freut sich über die Unterstützung seiner Gäste, Kollegen, Gleichgesinnten und aus der hohen Politik.

Jahrelang tüftelte Peter Aschbacher an seinem Heuschnaps, veränderte die Rezeptur, bis er den perfekten Geschmack hatte. Die Zutaten für seinen Hochprozentigen bekam er von einer Wiese am Fuße des Karecks. Vor gut zwei Wochen dann der Besuch der Lebensmittelkontrollore, er musste seinen gesamten Schnaps-Vorrat vor deren Augen vernichten, denn nach einer Verordnung heißt es: Heu ist kein Lebensmittel. Das alles will sich Aschbacher nicht gefallen lassen, startete jetzt eine Unterschriftenaktion und die Resonanz zeigt, dass er nicht alleine der Meinung ist, dass dieses Naturprodukt nicht schädlich sein kann.

"1000 Unterschriften liegen hier bei mir in der Hütte", berichtet Peter Aschbacher am Sonntagnachmittag - und das obwohl erst seit Freitag die Listen bei ihm auffliegen. Auch im Internet (www.gamskogel.at) gaben seit Sonntag viele ihre Stimme für den Schnaps ab, weit mehr als 200 waren es bereits am Nachmittag. Unterstützung gibt es auch von weiteren Katschberger Betrieben. Die Reaktion der Unterstützer ist immer dieselbe: "Viele Gäste fragen, was es damit auf sich hat und wenn ich es dann erkläre, schüttelt eigentlich jeder nur den Kopf", schildert Peter Aschbacher.

Kern auf Gamskogelhütte zu Besuch
Vergangene Woche war Bundeskanzler Christian Kern auf der Gamskogelhütte, die an der Landesgrenze zwischen Kärnten und Salzburg liegt, privat während seines Skiurlaubs zu Besuch. Zwischen dem Politiker und Aschbacher gab es ein langes Gespräch und: "Er hat gesagt, er will sich dem Ganzen annehmen", freut sich Aschbacher, der nicht nur für sich selbst, sondern auch für Gleichgesinnte, die ebenfalls Heu verarbeiten, kämpft.

Iris Wind, Kronen Zeitung

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