Mo, 18. Dezember 2017

Nach Sturz gestorben

13.02.2017 07:00

Tagelang neben toter Mutter gelebt: Keine Strafe

Im tragischen Fall einer tödlich gestürzten 71-Jährigen aus Oberwart im Burgenland sind die Erhebungen abgeschlossen. Wie berichtet, hatte die 51 Jahre alte autistische Tochter tagelang neben der Verunglückten gelebt. Wegen möglicher Unterlassung der Hilfeleistung leitete die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren ein. Dieses wurde nun eingestellt.

Zu der Familientragödie war es kurz vor Weihnachten gekommen. Die Autistin hatte ihre betagte Mutter in deren Wohnung besucht. Während des Aufenthalts stürzte die kranke 71-Jährige und dürfte dabei einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten haben. Ihr Tod blieb vorerst unbemerkt.

Erst als die Tochter Tage später mit einer Freundin telefonierte und ihr erzählte, dass ihre "Mama" seit Freitag am Gang der Wohnung liege, sie aber nichts machen könne, schlug die Frau Alarm. Die Einsatzkräfte entdeckten daraufhin die Leiche der 71-Jährigen.

Wie üblich in derartigen Fällen wurde Anzeige wegen Verdachts der Unterlassung der Hilfeleistung erstattet. "Sachverhalte müssen geprüft werden", hieß es von der Staatsanwaltschaft in Eisenstadt. Die Ermittlungen wurden nun aber eingestellt.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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