Di, 21. November 2017

UN-Sitzung beantragt

13.02.2017 06:41

Nordkoreas Raketentest: USA schlagen Alarm

Als Reaktion auf den jüngsten Raketentest Nordkoreas haben die USA, Japan und Südkorea eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Man gehe davon aus, dass das Gremium noch am Montagabend zu Beratungen zusammenkomme, teilte die US-Vertretung bei den Vereinten Nationen mit. Zuvor hatte Nordkorea bestätigt, am Sonntag erneut eine Rakete getestet zu haben.

Dabei habe es sich - krone.at berichtete - um ein neues Geschoss mit mittlerer bis längerer Reichweite gehandelt, das mit einem Atomsprengkopf bestückt werden könne. Die USA kündigten bereits eine entschlossene Reaktion wie etwa weitere Sanktionen an. Eine Eskalation solle aber vermieden werden.

Bereits im Vorjahr hatte Nordkorea trotz internationaler Sanktionen mehr als 20 Raketen- und zwei Atomtests absolviert - so viel wie nie zuvor - und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen.

Rakete stürzte nach 500 Kilometern ins Meer
Nordkorea teilte am Montag über die staatliche Nachrichtenagentur KCNA mit, der Test der Rakete vom Typ Pukguksong-2 sei erfolgreich gewesen. Machthaber Kim Jong Un habe ihn persönlich überwacht. Die Rakete sei zum Schutz der Nachbarländer in einem steilen Winkel gestartet worden.

Sie wurde im Westen des abgeschotteten Landes abgefeuert und stürzte nach rund 500 Kilometern östlich der Küste ins Japanische Meer. Südkoreanischen Militärvertretern zufolge erreichte sie eine Höhe von 550 Kilometern. Zuletzt hatte Nordkorea im Oktober zwei Raketen getestet. Dabei handelte es sich um Mittelstreckenraketen vom Typ Musudan. Laut Angaben der USA und Südkoreas waren beide Versuche gescheitert.

Raketentest international verurteilt
Der neue Test wurde international verurteilt. Man habe mit einer solchen Provokation nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump gerechnet, sagte Regierungsberater Stephen Miller am Sonntag in Washington. "Das war keine Überraschung."

Die vitalen Bündnisse der USA in der Pazifik-Region würden gestärkt. Ein Anwachsen der Feindseligkeiten, die man in den vergangenen Jahren in Nordkorea beobachtet habe, solle vermieden werden. Die US-Regierung will nun unter anderem China dazu drängen, seinen Einfluss stärker geltend zu machen, um Nordkorea Einhalt zu gebieten.

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel warf Nordkorea vor, seine Völkerrechtsbrüche auch 2017 fortzusetzen. Er forderte die kommunistische Führung in Pjöngjang auf, "zur Vernunft zu kommen und alle Sicherheitsratsresolutionen in vollem Umfang zu respektieren".

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden