Mo, 20. November 2017

Gefahr nicht gebannt

11.02.2017 16:32

Empörung über Ölunfall in Wiener Lobau wächst

Wachsende Besorgnis, aber auch Empörung über den Ölunfall in der Wiener Lobau: Umweltschützer und Ökologen befürchten mittlerweile, dass auch die Gemüsekulturen in Niederösterreich bedroht sind und Gefahr für Grund- und Trinkwasser bestehe. Die Behörden dementieren das energisch.

Seit Jahren warnen Naturschützer wie der Lobau-Hüter Wolfgang Rehm oder der Präsident des Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz, Helmut Belanyecz, vor der tickenden Umweltbombe am Rande des Nationalparks.

Jetzt ist offenbar ein schlimmer Fall eingetreten. Denn durch Eis und Schnee unbemerkt waren, wie die "Krone" vorab berichtete, aus einer geborstenen Schweißnaht laut Durchflussmesser rund 160 Tonnen Diesel sowohl ins Erdreich als auch ins Hafenbecken und damit in das Ökoparadies der Lobau geflossen.

Grundwasser bereits verseucht?
"Diese Katastrophe wird sich noch weiter verschärfen, sobald das Eis und der eingefrorene Treibstoff auftauen", befürchtet Belanyecz. Er ortet daher auch große Gefahr für den angrenzenden Nationalpark Donau-Auen. "Das Naturschutzgebiet grenzt ja nur wenige Hundert Meter weiter an dieses Öllager an." Zudem befürchtet der Ökologe, dass auch das Grundwasser bereits verseucht sein könnte.

Vonseiten der OMV und der Erdöllagergesellschaft hieß es hingegen, dass alles Mögliche getan werde, um das Öl zu binden. Es bestehe keine Gefahr für die Umwelt. Laut Insidern könnte die Behebung des Schadens allerdings Millionen kosten. Für Belanyecz ist jedenfalls klar, welche Gegenmaßnahmen unmittelbar gesetzt werden müssten: "Alle und weit mehr technische Mittel einsetzen. Und dann diese tickende Umweltbombe dort absiedeln!"

Mark Perry, Andi Schiel und Matthias Lassnig, Kronen Zeitung

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