Sa, 18. November 2017

Abfahrt abgesagt

11.02.2017 14:51

Beat Feuz: „Heute hat die Malojaschlange gewonnen“

Der Nebel war der große Spielverderber am Samstag: Die Herren-Abfahrt, das Highlight der WM in St. Moritz, musste wetterbedingt abgesagt werden. Am Vormittag herrschte im Nobel-Skigebiet noch schönstes Postkartenwetter. Erst ab 12 Uhr machte die so genannte Malojaschlange einen Strich durch die Rechnung. Oben im Video spricht Peter Schröcksnadel über die Absage in St. Moritz!

Wenn am schönstem blauen Himmel plötzlich eine weiße Nebelfront daherkommt, spricht man in St. Moritz von der Malojaschlange. Diese sorgte bei der Alpin-Ski-WM 1974 für zahlreiche Verschiebungen im Programm, bei den Welttitelkämpfen 2003 hielt sie sich weitgehend versteckt. Diese Woche tauchte das "Reptil" bereits öfters auf, zuletzt am Samstag, und störte den Ablauf der Herren-Abfahrt.

Malojaschlange, die weiße Nebelfront
So erklären die Schweizer das Phänomen: Das berühmt-berüchtigte Wetterphänomen entsteht, wenn sich vor Maloja aufsteigende, feuchte Luft aus dem Bergell in Wolken oder Nebel verwandelt. Diese Wolken hängen besonders tief und werden erst durch die Erwärmung in den unteren Talregionen aufgelöst.

Der Schweizer Ski-Star Beat Feuz brachte es nach der abgesagten Herren-Abfahrt auf den Punkt: "Heute hat die Malojaschlange gewonnen. Schade, es wäre sicher ein super Rennen geworden."

Berüchtigt ist auch das Wetterphänomen Malojawind. Dieser beständige Luftstrom sei ein "verkehrter Wind" oder "Nachtwind des Tages": Normalerweise wehen die Winde in Bergtälern nämlich tagsüber nicht talab-, sondern talaufwärts.

Namensgeber ist der Ort Maloja, der auf 1.809 m Seehöhe liegt und etwas über 300 Einwohner zählt. Der Malojapass verbindet das Bergell mit dem Engadin, beides im Schweizer Kanton Graubünden.

krone Sport
Redaktion
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