Fr, 15. Dezember 2017

Schwere Verletzung

10.02.2017 17:01

Kreuzbandriss! Heim-WM wird für Gut zur Tragödie

Schlimme Nachrichten für die Schweizer Top-Läuferin Lara Gut! Beim Einfahren für den Kombi-Slalom in St. Moritz ist sie gestürzt und konnte nicht bei der Medaillenentscheidung dabei sein. Die Titelverteidiger im Gesamtweltcup erlitt einen Riss des vorderen Kreuzbandes und eine Meniskus-Läsion im linken Knie. Lara musste mit dem Helikopter abtransportiert werden und wurde ins Klinikum Gut in St. Moritz gebracht.

"Da diese Verletzung nicht notfallmäßig operiert werden muss, wird über den weiteren therapeutischen Verlauf erst in den nächsten Tagen entschieden", teilte Swiss-Ski mit. Der Teamarzt erklärte, dass Gut nun mit ihrem privaten Arzt analysieren werde, welche therapeutische Option sie wahrnehmen werde.

Wellenbad der Gefühle für die Schweiz
Athleten, Trainer und Funktionäre aus dem Schweizer Verband durchlebten am Freitag binnen weniger Stunden ein Wellenbad der Gefühle. Nach der Kombi-Abfahrt schien es möglich, dass es ein rein eidgenössisches Podest geben könnte, die Stimmung war dementsprechend gut. Doch dann ereilte das Schweizer Lager die Botschaft vom bösen Gut-Sturz.

Die Teamkolleginnen steckten den Dämpfer professionell weg, errangen die Goldmedaille durch Wendy Holdener, die Silberne durch Michelle Gisin und zudem einen vierten Platz durch Denise Feierabend. "Ich habe das von Lara mitbekommen, wusste, sie ist gestürzt, ich war recht durch den Wind. Ich wurde immer nervöser. Ich bin froh, dass es so gut gegangen ist - für mich", sagte Holdener, deren Devise lautete, "durchatmen und probieren, an etwas anderes zu denken".

Gisin erkundigte sich im Ziel, wie es Gut geht. "Es tut mir wahnsinnig leid, Freud' und Leid liegen im Skisport so nahe beieinander, im Sport allgemein. Aber man kann nicht vor dem Rennen darüber nachdenken, man muss versuchen, es auf die Seite zu schieben. Ich habe Übung darin", sagte die 23-Jährige und verwies auf Verletzungen ihrer Familienmitglieder (Schwester Dominique, Bruder Marc) und ihres Freundes Luca De Aliprandini. "Ich drücke die Daumen, dass sie eine super Reha und ein perfektes Comeback hat."

Es lief von Anfang an nicht ganz rund
Für Lara Gut lief bei ihrer Heim-WM von Beginn an nicht alles rund. In einer Pressekonferenz am vergangenen Sonntag hatte sie erklärt, dass sie nach ihrem Sturz im Weltcup-Super-G von Cortina trotz zahlreicher blauer Flecken "hundert Prozent fit" für die WM sei. Jedoch werde sie ihre Interviews im Zielraum in den kommenden Tagen kurz halten, weil ihr Bein viel Therapie benötige.

Als Topfavoritin im Super-G gewann sie dann zum Auftakt am Dienstag im Super-G nur die Bronzemedaille und schaffte es trotz großem Bemühens nicht, ihre Enttäuschung zu verbergen. Das Lächeln wirkte gekünstelt, die Antworten fielen knapp aus. Mit der Kombination, der Spezialabfahrt und dem Riesentorlauf hatte sie aber noch die Chance auf Gold. Im Slalom, jener Disziplin, die sie kaum fährt, passierte nun das Unglück, das auch die Schweizer Fans hart mitnehmen wird.

krone Sport
Redaktion
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