Do, 23. November 2017

Prügel-Tschetschene:

10.02.2017 12:00

Behörde soll sich „nicht in Religion einmischen“

Nein, seine Postings gegen Außenminister Sebastian Kurz und weitere - teils durchaus fragwürdige - Wortmeldungen auf Facebook habe er nicht als Drohung angesehen, so die polizeiliche Aussage jenes 16 Jahre alten Tschetschenen, für den Donnerstagfrüh in Wien die Handschellen klickten. Vielmehr will er damit lediglich seine Meinung kundgetan haben. Und die sieht unter anderem wie folgt aus: Die Behörde habe sich "nicht in die Religion einzumischen".

Der 16 Jahre alte Jugendliche war - wie berichtet - in den Donnerstagmorgenstunden von der Polizei in seiner Wohnung festgenommen worden. Den gesamten Tag über bis zum Abend wurde der Teenager einvernommen. Und er gab auch unumwunden zu, rege Wortspenden auf Facebook hinterlassen zu haben.

Dass man besonders seine Postings gegen den österreichischen Integrationsminister als Morddrohung verstehen kann - so schrieb er etwa auf Facebook: "Er wird mir noch über den weg ,gehen und nie wieder aufstehen wo er mir über dem weg gegangen ist !" (sic!) -, davon will der 16-Jährige nichts wissen.

Das sei seine Meinung, gab sich der Verdächtige gegenüber der Polizei recht uneinsichtig. Er habe sich über das Vollverschleierungsgesetz geärgert, das das Verbot von Burka und Niqab im gesamten öffentlichen Raum bringt, hieß es vonseiten der Polizei.

16-Jähriger in Justizanstalt überstellt
Der junge Tschetschene wurde mittlerweile bereits in die Justizanstalt Josefstadt überstellt. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Drohung und auch schwerer Körperverletzung ermittelt, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, zur APA. Letzteres hängt allerdings nicht mit jenem Gewaltvideo zusammen, in dem die 15 Jahre alte Patricia von mehreren Schülern verprügelt wurde und dabei einen doppelten Kieferbruch erlitt - auch hier hatte der 16 Jahre alte Abuu zugeschlagen. Vielmehr sei der Bursche bereits einschlägig vorbestraft, hieß es.

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