Mo, 20. November 2017

300 bereits tot

10.02.2017 10:50

416 Grindwale an Küste Neuseelands gestrandet

An der Küste Neuseelands sind mehrere Hundert Grindwale gestrandet. Die Säuger wurden am Freitag in Farewell Spit entdeckt, einem einsamen Strand auf der Südinsel des Pazifikstaates. Nach Angaben der Naturschutzbehörde DOC wurden insgesamt 416 Tiere gezählt, von denen etwa 300 bereits verendet sind.

Hunderte freiwillige Helfer versuchten, die Tiere wieder in tieferes Wasser zu ziehen - meist jedoch ohne Erfolg. Die Erfolgsaussichten seien gering, sagte der Regionaldirektor des Umweltschutzministeriums, Andrew Lamason. Am Nachmittag (Ortszeit) waren die meisten der etwa 100 Grindwale, die bei Flut ins Wasser bugsiert worden waren, wieder zurück an den Strand geschwommen. Am Samstag soll ein weiterer Versuch gestartet werden, sie wieder ins offene Meer zu begleiten.

Laut Angaben der neuseeländischen Naturschutzbehörde gab es seit mehr als drei Jahrzehnten kein solches Walsterben mehr. Es handelt sich um eine der größten Massenstrandungen in Neuseeland. Angesichts einer so großen Zahl verendeter Tiere sei davon auszugehen, dass die noch Lebenden in einem schlechten Zustand seien, sagte Lamason dem staatlichen Rundfunksender Radio New Zealand.

Warum die Wale an Land schwammen, konnte noch nicht geklärt werden. Die Walschutzorganisation "Project Jonah" äußerte die Vermutung, dass es eine Kombination aus ungewöhnlich hohen Temperaturen und Erkrankungen sein könnte. Möglicherweise war auch das Echolot-System der Tiere durch Unterwasserlärm gestört.

Immer wieder Wal-Strandung in Neuseeland
An den Küsten Neuseelands kommt es immer wieder zu Strandungen von Walen. Warum die Meeressäuger die Orientierung verlieren, ist unklar. Vermutlich folgen sie einem verirrten oder kranken Tier in seichtes Gewässer. Die größte Massenstrandung von Grindwalen in Neuseeland gab es 1918, als auf der abgelegenen Insel Chatham rund 1000 Tiere landeten. 1985 strandeten etwa 450 Grindwale in Auckland. Im Februar 2015 waren am Strand von Farewell Spit schon einmal 200 Grindwale gestrandet. Damals konnten 60 Tiere wieder ins Meer zurückgebracht werden.

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Redaktion
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