Sa, 20. Jänner 2018

Illegales "Tierasyl"

23.10.2006 16:34

Grausame Entdeckung auf Bauernhof

Eine grausame Entdeckung haben Tierschützer auf einem Bauernhof im Bezirk Freistadt in Oberösterreich gemacht. Der Hofbesitzer hat ein illegales "Tierasyl" betrieben und sich aber nicht um die Tiere gekümmert. Hunde waren in Pferdeboxen untergebracht und standen in Zentimeter tiefem Kot. Des Öfteren sollen tote Katzen an die Hunde verfüttert worden sein.

Spaziergänger hatten sich über den fürchterlichen Gestank, der aus dem Hof drang, gewundert und schließlich eine Anzeige beim Tierschutzverein Linz erstattet. Dem Amtstierarzt und den Polizisten bot sich ein grausiges Bild. Elf Hunde und unzählige Katzen dürften dort in den vergangenen Wochen und Monaten unter unglaublichen Umständen untergebracht gewesen sein.

Selbst ernannter "Tierretter"
Der Hofbesitzer - er bezeichnet sich selbst als "Tierretter" - dürfte die Tiere übernommen haben, sich aber kaum bis gar nicht um sie gekümmert haben. Der selbst ernannte "Tierretter" sei, wie Nachbarn erzählten, oft tagelang nicht zu Hause gewesen, nur das klägliche Bellen der Hunde sei zu hören gewesen.

Die Tiere wurden in einer Rettungsaktion vorerst in die Tierrettungsstation Freistadt gebracht. "Diese Bilder werde ich meine ganzes Leben lang nicht vergessen", erzählte eine Angestellte der Rettungsstation, die die Tiere im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft übernahm.

Drei Hunde nicht mehr zu retten
Keine Rettung gab es für drei der elf Hunde. Sie waren durch das monatelange Eingesperrtsein in den Boxen derart aggressiv, dass niemand mehr an sie herankam. Sie mussten noch im illegalen "Tierasyl" eingeschläfert werden. Einer der Hunde lief bei der Rettungsaktion davon.

Der Hofbesitzer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Ihm drohen neben einem lebenslänglichen Tierhalteverbot auch Geldstrafen wegen massiver Tierschutzverletzungen.

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