Fr, 15. Dezember 2017

Warnschüsse gefallen

10.02.2017 07:37

Verfolgungsjagd in Tirol: Zwei Marokkaner gefasst

Großalarm am Donnerstag zwischen Innsbruck und Telfs: Autofahrer meldeten bei der Polizei ein Fahrzeug mit drei verdächtigen Insassen. Eine Streife nahm die Verfolgung auf. Filmreife Szenen inklusive Flucht der Pkw-Insassen, zwei Warnschüsse und zwei Festnahmen folgten. Im Auto fand die Polizei jede Menge Drogen.

Drei männliche Insassen eines grünen Autos würden sich sehr auffällig verhalten und ihr Gesicht verhüllen: Als dieser Hinweis am Vormittag gegen 9.30 Uhr bei der Tiroler Polizei einging, konnte noch niemand erahnen, was gleich auf die Einsatzkräfte zukommen würde. Sofort hing sich eine Streife der Autobahnpolizei bei Innsbruck-West an den verdächtigen Wagen. Als der Lenker die "unerwünschten Gäste" bemerkte, drückte er gleich ordentlich aufs Gas.

Was folgte, war eine wilde Verfolgungsjagd durchs halbe Oberland. "Das Fluchtfahrzeug war ein vergangene Woche in Italien gestohlener Pkw. Der Lenker fuhr bei der Autobahnraststation in Pettnau ab und dann auf der Bundesstraße weiter. In Telfs im Bereich vom Klärwerk konnte das Auto angehalten werden", so Ermittler Christoph Kirchmair zur "Krone".

Zwei Warnschüsse abgegeben
Doch die drei Männer ergaben sich nicht. Das Trio ergriff zu Fuß die Flucht. "Im Zuge der Verfolgung wurden von einem Beamten auch zwei Warnschüsse abgegeben", so Kirchmair weiter. Zwei der Ganoven kamen nicht weit, sie konnten wenig später gefasst und festgenommen werden. Wie sich herausstellte, handelt es sich um zwei Marokkaner.

Der dritte Flüchtige konnte unterdessen untertauchen. Auch die angeforderte Sondereinheit Cobra sowie ein Polizeihubschrauber und zwei Hundestreifen konnten den Mann nicht aufspüren.

Drogen im Wert von 30.000 Euro entdeckt
Die Hintergründe der irren Fluchtfahrt dürften wohl mit der überaus brisanten Fracht zu tun haben: Gut versteckt fanden die Beamten in dem Fahrzeug rund drei Kilogramm hochwertiges Cannabisharz. Der Straßenverkaufswert liegt bei rund 30.000 Euro. Weitere Ermittlungen sind im Gange.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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