Mo, 20. November 2017

Nun arbeitsunfähig?

09.02.2017 12:12

Finger eingeklemmt: Australier will AUA klagen

Ein australischer Gehirnchirurg will wegen eines gebrochenen kleinen Fingers die AUA klagen. Wie australische Medien berichteten, passierte während eines Flugs von Brisbane über Bangkok und Wien nach Manchester im Sommer des Vorjahres ein äußerst schmerzhaftes Malheur mit einem Klapptisch an Bord eines AUA-Flugs. David W. wollte seinen Tisch wieder zurückklappen, dieser fiel aber unerwartet auf seine Hand und klemmte den kleinen Finger ein.

"Der Kläger schaffte es mit Unterstützung seines Sohnes, seinen Finger wenige Sekunden später herauszuziehen", heißt es in der Anklageschrift, die der australischen Nachrichtenseite "The Age" vorliegt. Wegen der starken Schmerzen habe der bekannte Gehirnchirurg aus Brisbane kurzzeitig das Bewusstsein verloren, heißt es weiter.

Arzt klagt über "Angstzustände und Depression"
Die spätere Diagnose lautete: "Bruch des kleinen Fingers der rechten Hand, Verletzung des Weichgewebes und des Nagelbetts." W. beteuert auch, dass sein kleiner Finger nach wie vor beeinträchtigt sei, zudem leide er an "Angstzuständen und Depression". Das führe auch dazu, dass er wohl nie wieder als Chirurg arbeiten können werde.

AUA-Sprecher Wilhelm Baldia sagte am Donnerstag auf APA-Anfrage, dass der Fall derzeit von der Rechtsabteilung der Fluglinie geprüft werde. Aufgrund des laufenden Verfahrens könne er zurzeit keine genauere Stellungnahme dazu abgeben. Auch die australische Rechtsvertretung von Austrian Airlines, die Kanzlei HWL Ebsworth, lehnt bisher laut dem "The Age"-Bericht einen Kommentar zu dem Zwischenfall ab.

Australier wandte sich nicht sofort an Bordpersonal
Interne Recherchen der AUA hätten jedoch ergeben, dass sich W. nach dem Vorfall nicht an das Bordpersonal gewandt habe, sagte Baldia. Auch sei es keine Vorgabe, dass den Passagieren in der Business-Class automatisch der Tisch von Mitgliedern der Crew eingeklappt werde. "Hier gibt es kein bestimmtes Prozedere", erklärte der AUA-Sprecher. "Oft möchten Passagiere den Tisch auch später noch zur Ablage nutzen, etwa für den Laptop. Bei Problemen mit dem Ein- oder Ausklappen des Tischchens hilft die Crew natürlich gerne."

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Redaktion
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