Sa, 18. November 2017

Schwere Verletzungen

09.02.2017 10:52

Brutalo-Stürze: Bei der Ski-WM fährt die Angst mit

Heute finden in St. Moritz die Abfahrtstrainings bei Herren und Damen statt. Nach den schlimmen Stürzen der letzten Tage - der Monegasse Olivier Jenot stürzte im Super-G schwer (siehe Video oben!), Mirjam Puchner erlitt im Trainings einen Unterschenkelbruch - fährt nun bei allen Athleten die Angst mit.

Im Super-G der Herren hatte es am Mittwoch mehrere schwere Stürze und Verletzungen gegeben. Alle Athleten befinden sich in einem stabilen Zustand, so auch der Monegasse Olivier Jenot, der mit internen Hämatomen glimpflich davonkam. Rennarzt Marcus Deplazes: "Er hat interne Blutungen. Die Organe sind nicht verletzt, man sieht, dass da ein harter Schlag vorgegangen ist. Aber das überwacht man, das sollte keine Folgen haben." Jenot liegt zur Zeit zur post-operativen Beobachtung auf der Intensivstation, sein Zustand ist stabil. Er wird das Spital bald wieder verlassen dürfen.

Der Slowake Adam Zampa zog sich eine Prellung des Fersenbeines und eine Beckenprellung zu. Beim US-Amerikaner Thomas Biesemeyer wurde eine Schulterluxation links und eine Zerrung im Hüftbereich diagnostiziert. Der Kroate Max Ullrich erlitt eine Becken- und Schulterprellung.

Der am Dienstag im Abfahrtstraining der Herren gestürzte Kasache Martin Khuber wurde in Chur an der Halswirbelsäule operiert, der zweite und dritte Halswirbel wurden stabilisiert. Lähmungsgefahr bestand keine. "Er hatte von Anfang an jederzeit keine Einschränkungen, und auch nach der Operation weiterhin nicht. Er scheint einen großen Schutzengel dabeigehabt zu haben", sagte Deplazes.

Mirjam Puchner wurde nach ihrer Unterschenkelfraktur mittlerweile in der Gut-Klinik in St. Moritz erfolgreich operiert, ihr wurde ein 34 Zentimeter langer Nagel eingesetzt. "Das ist ein Dämpfer für das Team. Wenn eine Gold gewinnt, denkt sich jede, das hätte ich auch können. Und bei einer Verletzung denkt man sich, das könnte mir auch passieren. Das ist auch nicht unbedingt positiv", sagte Damen-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum.

Hier im Video sehen Sie, was TV-Experte Alexandra Meissnitzer zum Sturz von Puchner zu sagen hat. "Meissi" war kurz zuvor die Strecke runtergefahren:

"Die Verletzungen sind leider in den letzten Jahren ein bissl zur Routine geworden. Es ist die grausigste Routine, die man kriegen kann. Heute war's aber anders. Es ist was anderes, wenn du am Start stehst, wenn so etwas passiert. Aber ich bin genau mit dem Lift drüber gefahren und wenn man jemand so liegen sieht und schreien hört, ist das nicht einfach, sich wieder zu fokussieren. Gut, dass dann eine lange Unterbrechung kam", schilderte Michaela Kirchgasser den Vorfall im Abfahrtstraining.

krone Sport
Redaktion
krone Sport
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden