So, 19. November 2017

„Bonnie und Clyde“

08.02.2017 13:15

Australien: Terror-Paar droht lebenslange Haft

In Australien ist ein junges Paar, das sich selbst "muslimische Bonnie und Clyde" nennt, wegen mutmaßlicher Anschlagspläne angeklagt worden. Der 19-jährige Sameh Bayda und seine gleichaltrige Frau Alo-Bridget Namoa befanden sich bereits wegen minder schwerer Vorwürfe in Gewahrsam und wurden am Mittwoch wegen der Planung eines terroristischen Anschlags angeklagt. Das teilte die Polizei des Bundesstaates New South Wales mit. Den beiden droht lebenslange Haft.

Das junge Paar aus Sydney, das im Dezember geheiratet hatte, war im vergangenen Jahr festgenommen worden. Die beiden befanden sich seitdem in Gewahrsam wegen des Vorwurfs der Beschaffung von Dokumenten, mit denen Terroranschläge erleichtert werden sollten. Nach intensiven Ermittlungen der Anti-Terror-Einheit sei nun Anklage wegen mutmaßlicher Anschlagspläne erhoben worden, erklärte die Polizei.

Anleitungen für Bau von Bomben gefunden
Bei Bayda fanden die Ermittler laut einem Bericht der Zeitung "Sydney Morning Herald" auf Arabisch verfasste Anleitungen für eine Messerattacke und für den Bau einer Bombe. Die aus einer katholische Familie stammende Konvertitin Namoa besaß laut dem Sender ABC eine islamische Flagge und ein Jagdmesser sowie ebenfalls Anleitungen für den Bau von Sprengsätzen. Namoa nannte sich und Bayda demnach in einem SMS "muslimische Bonnie und Clyde" in Anspielung auf das berüchtigte US-Verbrecherpaar.

Binnen zwei Jahren elf Anschläge in Australien vereitelt
Australien fürchtet zunehmend mögliche Anschläge durch Einzeltäter, die sich von Gruppen wie der IS-Miliz inspiriert fühlen. Nach Behördenangaben wurden in den vergangenen zwei Jahren in Australien elf Anschläge vereitelt. In einigen Fällen konnten die Sicherheitsbehörden die Taten jedoch nicht verhindern: So tötete etwa ein 15-Jähriger im Jahr 2015 in Sydney einen Mitarbeiter der Polizei.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden