So, 19. November 2017

Mindestgehalt

05.02.2017 06:00

„Löhne reichen oft nur zum Überleben“

Arbeitslose sind nur dann verpflichtet, einen Job anzunehmen, wenn er über 1500 € brutto einbringt. Zeitgleich soll der gesetzliche Mindestlohn auf 1500 € brutto steigen! Bis Juni muss dazu ein genauer Zeitplan vorgelegt werden, fordert die Regierung. Die "Krone" fragte nach, wie die Oberösterreicher zu diesen Plänen stehen.

"Wenn am Ende des Geldes so viel Monat übrig bleibt", lautet ein Spruch, der mit einem Smiley versehen regelmäßig auf Internet-Plattformen die Runde macht. Doch was sich lustig liest, ist auch in unserem Bundesland in vielen Haushalten brutale Realität. "Ich hab’ als Reinigungskraft nicht ganz 900 Euro netto verdient", erzählt eine Pensionistin der "OÖ-Krone".
Viele Oberösterreicher verdienen derzeit laut ihren Kollektivverträgen weit weniger als 1500 Euro brutto  etwa Mitarbeiter in der Fleischbranche, Zimmermädchen, Hilfskräfte oder Friseure.

Zeitplan bis Juni

Die Pläne der Bundesregierung, dass bis Juni ein Zeitplan erarbeitet werden muss, wann der Mindestlohn in allen Branchen auf zumindest 1500 Euro brutto angehoben wird, werden positiv aufgenommen. "1300 Euro sind in unserem Umfeld zu wenig", ist KTM-Boss Stefan Pierer sicher. "Die derzeitigen Löhne reichen oft nur zum Überleben, aber nicht zum Leben", meint Renate Leutgeb aus Linz. "Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich die Menschen oft durchwurschteln müssen", stellt Gabriele Hartl aus Leonding fest.
Schnell wird spürbar, dass die Ungerechtigkeit, die derzeit herrscht, aufregt. Trotzdem gibt’s auch Zweifel: Vor allem, ob eine Erhöhung der Mindestlöhne nicht sogar Jobs kosten könnte, sollten die Unternehmen die Mehrkosten tragen müssen.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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