Sa, 18. November 2017

Rettung in Gmunden:

04.02.2017 14:09

Rosenkrieg endete mit Feuerattentat auf Familie

Der Rosenkrieg eines jungen Paares gipfelte in der Nacht zum Samstag mit einem lebensgefährlichen Feuerattentat in Gmunden: Der 24-jährige Mann zündete mit Benzin die Eingangstüre an, seine Frau, deren drei Kinder und ihre Angehörigen waren im Qualm  gefangen und wurden im letzten Augenblick gerettet.

Vor mehr als einer Woche kam es zur Trennung des jungen Paares mit Migrationshintergund. Doch damit kam ein 24-Jähriger offenbar nicht klar. Immer wieder soll es  zu Auseinandersetzungen gekommen sein, bis schließlich in der Nacht zum Samstag der Rosenkrieg der beiden eskalierte und mit einem lebensgefährlichen Brandattentat seinen traurigen Höhepunkt fand.
Nach dem Schlussstrich war seine 23-jährige Frau mit ihren drei Kindern, einem Zwillingspaar und einem acht Monate altes Baby, zu ihrer Mutter in ein mehrgeschoßiges Wohnhaus an der Scharnsteinerstraße in Gmunden gezogen. Dort  tauchte gegen Mitternacht der Ex auf und verlangte, dass seine Frau wieder zu ihm zurückkomme. Weil sie nicht wollte, sah der Verflossene Rot und drehte durch. Er holte aus seinem Auto einen Reserve-Benzinkanister. Mit diesem zertrümmerte er dann die Glasscheibe der Eingangstüre des Wohnblocks, verschüttete den Treibstoff und zündetete diesen an.
Sekunden später schoss eine regelrechte Feuerwalze hoch, dichter Qualm breitete sich im Eingangsbereich und im Stiegenhaus aus. Jeder Fluchtweg ins rettende Freie war den acht Mietern plötzlich versperrt, sie waren hilflos eingeschlossen. Da zählte jede Sekunde! "Wir wurden zu einem Wohnungsbrand alarmiert, mit dem Hinweis ,Personen noch im Haus´", berichtet der Gmundner Feuerwehr-Kommandant Gerald Kahrer die dramatischen Augenblicke.
Zum Glück behielt der Bruder der 23-Jährigen, der 19-jährige Hasan C., in dieser  lebensbedrohlichen Lage die Nerven und reagierte geistesgegenwärtig: Der junge Mann  brachte die drei Kinder und seine Schwester über einen Hintereingang ins Freie, wo sich Nachbar Wilhelm K. und seine Frau sofort um die Geretteten kümmerten: "Als Nachbar ist es eine Selbstverständlichkeit, in einer solchen Situation zu helfen."
Im oberen Stock wurde die Lage immer dramatischerf: Hasans Mutter, seine Zwillingsschwester und seine Nichte waren vorm giftigen Rauchqualm auf den Balkon geflüchtet, schrien um Hilfe. Sie wurden von Feuerwehrmännern geborgen und kamen ins Spital.
Nach dem flüchtigen Brandattentäter wird gefahndet - bislang erfolglos.

Johannes Nöbauer und Johann Haginger, OÖ Krone

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