Mo, 20. November 2017

Nach 21 Jahren

03.02.2017 18:06

Großer Knall in Ried: Manager Reiter wohl weg!

In seiner ersten Ära führte er von 1992 bis 2001 die Geschicke von Fußball-Ried, dann ab 2005. Doch nun gilt als sicher: Montag kommt´s beim Bundesliga-Achten bei einer Präsidiumssitzung zum Knall, wird Sportvorstand Stefan Reiter von seinen Aufgaben entbunden. Damit der Klub mit 31. Mai aus dem eigentlich bis Juni 2018 laufenden Vertrag aussteigen kann.

Am 1. Februar 2016 (!) hatte Reiter Ried den Rücktritt angeboten. Letzten Juni nach Trainerverhandlungen mit dem am Ende doch nicht engagierten Marc Kienle in einem Münchener Hotel die vier anwesenden Vorstände gefragt: "Werde ich noch beim Verein sein, wenn er mit der Arbeit beginnt?"

Trennung hat sich angekündigt
Zeigt: Auch wenn Reiters Abschied für viele eine Überraschung sein mag - in Wahrheit hat  sich diese Trennung lange angekündigt. Weil der Klub mit Entwicklungen wie etwa jener in der Akademie nicht zufrieden ist. Aber vor allem, weil es immer wieder zu Auffassungsunterschieden kam. Trotzdem wird Ried nicht müde zu betonen, wie viel der Klub Reiter zu verdanken hätte. "Er hat Großartiges geleistet", sagt etwa Finanzvorstand Roland Daxl. Doch auch Reiter tut alles, um keine Schmutzwäsche zu waschen, betont nur: "Es geht um den Verein!"

Drei mögliche Nachfolger
Trotzdem war es der 56-Jährige selbst, der mit der Causa gestern an ausgewählte Medien ging. Weil er vernommen hatte, dass Ried bereits mit drei möglichen Nachfolgern verhandelt hatte. "Stimmt nur zum Teil", sagt Daxl, der erklärt, dass es um Strukturen gehe. Man überlege, ob man statt einem Sportchef nicht besser einen General-Manager installieren sollte, unter dem mehrere Experten in verschiedenen Bereichen arbeiten. Weshalb etwa mit Gerhard Schweitzer verhandelt wurde, ob der ExTrainer nicht das Gebiet "Spieler-Entwicklung" übernehmen solle. Zeigt: Vieles ist offen nur der Abschied von Reiter scheint sicher.

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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