Fr, 15. Dezember 2017

Spuren nach Bosnien

03.02.2017 16:17

So gefährlich sind die verhafteten IS-Terroristen

Der eine plante, eine US-Militärbasis in Deutschland zu sprengen, der andere, in Österreich einen "Gottesstaat" zu errichten. Was beide verdächtigen Terroristen vereint: Sie haben dem Islamischen Staat ihre Treue geschworen und sitzen nun hinter Gittern. Die Rede ist von "Bubi-Bomber" Lorenz K. und Imam Nedad B.

Je mehr Details rund um die bei der jüngsten Anti-Terror-Operation in Wien und Graz verhafteten Verdächtigen bekannt werden, desto deutlicher wird auch die Gefahr, die von ihnen ausging: Sowohl der 17-jährige Lorenz K. als auch die bei "Operation Josta" verhafteten 14 mutmaßlichen Dschihadisten sind bzw. waren brandgefährlich.

Nur ein Beispiel ist Hassprediger Nedad B. (Kampfname: Abu Muhammad). Der ehemalige Kickboxer gilt in Geheimdienstkreisen schon lange als eines der wichtigsten Terror-Werkzeuge des IS.

Wie die "Krone" bereits kurz nach "Operation Palmyra" berichtete, nahm er mit dem Afghanen Farhad Q., die Statthalter-Position des damals verhafteten Mirsad O. alias "Abu Tejma" ein. Die Wurzeln der Verdächtigen führen in dasselbe bosnische Dorf, beide hatten dieselbe islamistische Schule durchgemacht, dieselbe radikale Einstellung. Und auch denselben Mentor: Husein Bosnic. Ein salafistischer Imam, der 2014, Wochen vor der "Operation Palmyra", in Bosnien verhaftet wurde.

"Nedad B. ist ein sehr gefährlicher, aggressiver Salafist"
"Nedad B. ist ein sehr gefährlicher, aggressiver und seit Jahren bereits aktiver Salafist. Und bekennender IS-Anhänger. Er hat die Anschläge in Paris und Brüssel plakativ per Videobotschaften verherrlicht. Er steht schon seit Jahren im direkten Kontakt mit wahabitischen Imamen in Saudi-Arabien und Jordanien - über ihn fließen unter anderem die Finanzierungen für Rekrutierungsmaßnahmen", so der bosnische Terror-Experte und Sicherheitsberater Devad Galijaeviæ zur "Krone".

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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