Sa, 21. April 2018

Gegen Eskalation

19.10.2006 15:41

Rice für Nordkorea- Gespräche in Seoul

Nach ihrem Besuch in Japan ist US-Außenministerin Rice am Donnerstag zu Beratungen über den Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm in Südkorea eingetroffen. Nach einem Gespräch mit ihrem südkoreanischen Amtskollegen, dem künftigen UNO-Generalsekretär Ban, bekräftigte sie die Verpflichtung der USA zur Verteidigung Südkoreas. Rice zeigte sich aber offen für weitere Verhandlungen mit Nordkorea.

"Wir wollen es sehr klar machen, dass die USA ihre Verteidigungspflicht sehr ernst nehmen", sagte die US-Außenministerin in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Entsprechend hatte sich Rice am Vortag auch nach Gesprächen mit der japanischen Regierung geäußert.

Rice zeigte sich offen für weitere Verhandlungen mit Nordkorea. "Wir möchten den Weg dahin offen lassen", sagte sie. Die USA wollten keine Eskalation der Krise, fügte Rice hinzu.

Chinesischer Vermittlungsversuch gestartet
China hat unterdessen einen Sondergesandten zu Gesprächen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il nach Pjöngjang geschickt. Der frühere Außenminister Tang Jiaxuan wurde zu "sehr wichtigen" Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm empfangen worden, teilte das chinesische Außenministerium mit. Rice äußerte die Hoffnung, dass Chinas Sondergesandter der nordkoreanischen Führung eine klare Botschaft vermittelt und auf eine Rückkehr des Landes an den Verhandlungstisch gedrungen habe.

Seoul war die zweite Station der Asien-Reise, auf der Rice auf eine konsequente Umsetzung der UNO-Sanktionen gegen Nordkorea bestehen will. Die Außenministerin wird auch noch China und Russland besuchen.

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