Sa, 21. Oktober 2017

Große Kritik

31.01.2017 17:51

Rote Schüler sind gegen Kopftuchverbot

Die Aktion kritischer Schüler (AKS) wendet sich gegen  jene Linzer NMS-Direktorin, die ein Kopftuchverbot in der Schule fordert. "Das Kopftuch wird immer als Symbol der Unterdrückung zweckentfremdet",  so der AKS-Landesvorsitzende Daniel Zindanci. Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer unterstützt ein Verbot.

Die Linzer NMS-Direktorin Maria Hasibeder fordert, wie berichtet, ein Kopftuch-Verbot in der Schule. Die SPÖ-nahe Aktion kritischer Schüler, kurz AKS, kritisiert nun die  Schulleiterin. "Wenn es um Integration geht, dann möchte ich nicht eine Nulldiskussion über Kopftücher führen, sondern wirkliche Integrationsmaßnahmen hören", fordert AKS-Landeschef Daniel Zindanci: "Integration und gleichzeitig ein Kopftuch-Verbot zu fordern, ist, als würde ich mich aufregen, dass es  kalt ist und aus Protest keine Haube aufsetzen."

Muslimische Mitschüler beschimpft
Direktorin Hasibeder hatte im "Krone"-Interview gesagt, dass die Schülerinnen oftmals das Kopftuch tragen würden, weil es die Eltern einfordern oder sie fürchten, von muslimischen Mitschülern als "Huren" beschimpft zu werden, wenn sie ihr Haar nicht bedecken.
AKS-Vize-Vorsitzende Romina Lehki meint: "Zu sagen, Frauen und Mädchen tragen Kopftuch, um Männer zu gefallen, impliziert, dass Kopftuchträgerinnen nur für Männer Kopftuch tragen. Dass jemand für so eine Aussage Zustimmung bekommt, ist absurd."

Das Kopftuch als Ausdruck einer bestimmten Haltung
Die AKS-Spitzen sind überzeugt: "Ein Kopftuch-Verbot ist ein weiterer Schritt, um Musliminnen deutlich zu zeigen: Eure Religion ist nichts wert. Zu sagen, dass Kopftuch tragen und integriert sein nicht möglich ist, ist schlicht und einfach falsch." Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer fände ein Kopftuch-Gesetz sinnvoll: "Das Kopftuch istoft Ausdruck einer bestimmten Haltung, die nicht unserem Frauenbild entspricht."

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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