Di, 21. November 2017

Tief „Hubert“

31.01.2017 17:46

Glatteischaos und volle Unfallambulanzen

Spiegelglatte Straßen und Gehwege, vereiste Fahrzeuge und Scheiben, überlastete Räumdienste - und als Folge davon: halbleere Schulen und überfüllte Spitalsambulanzen. Der durch das Tief "Hubert" mitgeführte gefrierende Regen hatte am Dienstag in vielen Regionen Oberösterreichs ein Chaos zur Folge. Heute, Mittwoch, soll es nicht mehr so schlimm werden.

"Die Rettungsautos kommen im 5-Minuten-Takt, es gibt schon Warteschlangen", beschrieb Clemens Kuckacka, Sprecher des Linzer MedCampus III. die Situation. Die Unfallambulanz war beim "Krone"-Lokalaugenschein gefüllt mit Patienten, die ausgerutscht und gestürzt waren. Die Frequenz lag 50 Prozent höher als an durchschnittlichen Aufnahmetagen. Im Gipszimmer wurde im Akkord gearbeitet. Mit Personalumschichtungen gelang es, dem Ansturm Herr zu werden.

"Der Andrang ist gewaltig"
"Der Andrang ist gewaltig", bestätigte Gipser Max Plöderl. Vor allem Hand-, Fußgelenks- sowie Schulter- und Kopfverletzungen wurden behandelt. "Ich hab’ gewusst, dass es glatt ist und Salz gestreut", erzählt der 81-jährige Georg Heibl aus St. Florian/Linz. Ein falscher Schritt vor der Garage brachte ihn zu Fall. "Ich hab' eine geprellte Hüfte, das linke Handgelenk ist gebrochen", sagte Heibl und zeigte seine Gipshand: "Zum Glück bin ich Rechtshänder." Erwischt hatte es auch die Linzerin Dorothea Musil. Die 70-Jährige war am Gehsteig ausgerutscht. "Der rechte Oberarm ist gebrochen, ich soll ihn vier Wochen ruhig stellen - mein Mann wird eine Freude haben", erklärt sie besorgt.


Die Glätte wurde auch vielen Autofahrern zum Verhängnis. Bei Peuerbach etwa konnte eine 55-Jährige ihr Auto vor einem Bahnübergang nicht mehr zum Stillstand bringen und krachte gegen einen Triebwagen. Sie wurde ins Spital gebracht. Am Spektakulärsten war jedoch der Glatteisausritt einer 21-Jährigen, die bei Rufling in den Mühlbach gerutscht war und sich gerade noch selbst befreien konnte, ehe ihr Pkw 150 Meter abgetrieben wurde. Ein Landwirt kümmerte sich um die Frau.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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