Fr, 15. Dezember 2017

Technischer Defekt?

31.01.2017 12:27

Gasaustritt in Hütte: Sechs teils schwer Verletzte

Gefährlicher Zwischenfall in der Aichinger Hütte auf dem Kärntner Dobratsch: Das Wirtepaar, ein Bekannter (57), zwei Passanten und ein Polizist mussten am Montag wegen einer Gasvergiftung durch Kohlenmonoxid im Spital behandelt werden. Der 57-Jährige schwebte über Nacht sogar in Lebensgefahr, sein Zustand hat sich mittlerweile stabilisiert. Wie es zum CO-Austritt kommen konnte, ist unklar.

Die Wirtsleute hatten sich schon am Montagvormittag wegen Übelkeit ins Krankenhaus bringen lassen, erklärte Polizist Manfred Karner am Dienstag. Sie baten den Bekannten, auf die in der Hütte verbliebene Katze aufzupassen. Zwei Passanten, die in der Hütte einkehren wollten, entdeckten den 57-Jährigen am frühen Nachmittag reglos am Boden liegend und schlugen Alarm. Auch sie erlitten Rauchgasvergiftungen.

"War eine gefährliche Geschichte"
Die Polizei wurde hinzugerufen, um den Rettungshubschrauber einzuweisen. "Wenn der Notarzt nicht das Warngerät hat, gehen wir hinein und kommen nicht mehr hinaus", sagte Karner, der selbst eine leichte Rauchgasvergiftung erlitt. "Glück haben wir gehabt. Das war eine gefährliche Geschichte."

Technischer Defekt als Ursache?
Die Feuerwehr wurde nachalarmiert, die Helfer durchsuchten daraufhin mit Atemschutzgeräten die Räumlichkeiten nach weiteren Personen. Sie konnten eine Katze aus dem ersten Stock retten und dem Tierarzt übergeben. Auch im Obergeschoß war in mehreren Räumen die Kohlenmonoxid-Konzentration lebensbedrohlich.

Tina Frimmel-Hesse von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt sagte, dass nun ein Sachverständiger bestellt werde. "Es soll geklärt werden, woher das Kohlenmonoxid kam und warum es austrat." Man ging von einem technischen Defekt als Ursache aus. Die Hütte blieb zunächst gesperrt.

Spätfolgen in 15 bis 40 Prozent
Der 57-jährige Bekannte der Wirtsleute schwebte zunächst in Lebensgefahr. "Es geht ihm schon wieder gut, wir werden ihn heute oder morgen nach Hause lassen", sagte Oberarzt Thomas Strasser vom Landeskrankenhaus Villach. Ob der Mann die Vergiftung wirklich unbeschadet überstanden hat, werde man aber erst in mehreren Wochen oder Monaten sehen. Bis dahin treten schon bei leichteren Kohlenmonoxidvergiftungen, als er sie erlitten hat, Kopfschmerzen sowie Gedächtnis- oder Bewegungsstörungen auf, erklärte der Mediziner. Solche Spätfolgen würden in 15 bis 40 Prozent der Fälle auftreten.

Katrin Fister, Kronen Zeitung/krone.at

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