Do, 23. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

30.01.2017 15:28

Familienvater aus OÖ AMS-Bezug gesperrt

Ein zweifacher Vater aus Oberösterreich weiß derzeit nicht, wovon er seine Familie ernähren und die Miete bezahlen soll. Er wollte lediglich ein Bewerbungsgespräch verschieben. Die Firma versprach zwar einen diesbezüglichen Rückruf, verständigte in Wahrheit aber das AMS. Die Folge: Bezugssperre!

Gregor G. ist Alleinverdiener. Seine Frau kann erst arbeiten, wenn für den jüngsten Sohn ein Kindergartenplatz gefunden ist. Daher ist der 30-jährige seit sieben Monaten verzweifelt auf Arbeitssuche. Zwischen 20 und 30 Bewerbungen schreibt er pro Monat. Auch für Stellen, die nicht beim AMS ausgeschrieben sind. Umso unangenehmer war es für ihn, dass er einen solchen Bewerbungstermin verschieben musste. Es stand ein Spitalsbesuch mit einem der Kinder an. "Die Firma hat mir einen Anruf für einen neuen Termin versprochen. Gehört habe ich nichts mehr", so Herr G.

Dafür hat ihm das AMS eine Verständigung über die Bezugssperre geschickt. Weil er unentschuldigt nicht zu diesem Bewerbungstermin erschienen sei. Die Familie steht jetzt ohne Einkommen da. Man habe korrekt und den Gesetzen entsprechend gehandelt, so das AMS. Herr G. habe jedoch die Möglichkeit, Einspruch zu erheben. Wovon der Familienvater bis zu einer Entscheidung die Miete bezahlt, interessiert das AMS nicht. "Es steht Aussage gegen Aussage. Ich verstehe nicht, warum einer Firma automatisch sofort geglaubt wird und mir einfach das Geld gestrichen wird", ist der Oberösterreicher empört.

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