Do, 19. Oktober 2017

Duo eiskalt erwischt

27.01.2017 14:27

Frau (82) verprügelt Betrüger mit ihren Gehstöcken

Sie dachten, sie hätten leichtes Spiel und wurden auf schmerzhafte Art und Weise eines Besseren belehrt. Zwei Trickbetrüger mussten im deutschen Frankfurt am Main am eigenen Leib erfahren, dass der erste Eindruck oftmals täuschen kann. Als Opfer erkor das Duo eine 82-jährige Frau aus, die auf Gehhilfen angewiesen ist. Von der Mobilität und Wehrhaftigkeit der Pensionistin wurden die beiden Männer dann jedoch kalt erwischt.

Wie mehrere deutsche Medien berichten, hatten die beiden Verdächtigen geplant, die betagte Frau in deren Wohnung um ihr Erspartes zu bringen. Dazu bedienten sich die Männer allerdings einer Masche, die der 82-Jährigen bereits wohl bekannt war. Einer der Täter gab an, an einer Unterzuckerung zu leiden und bat um Wasser.

Frau zu Boden gestoßen
Die Frankfurterin durchschaute den Trick sofort und wollte die beiden Männer wegschicken. Daraufhin ging das Duo in die Offensive - wohl verleitet von der Annahme, dass die betagte Frau auf Krücken wohl keine großen Probleme bereiten werde und leicht zu überrumpeln wäre. Einer der Männer stürmte auf die Frau zu, stieß die 82-Jährige zu Boden und begann in der Wohnung nach Geld zu suchen. Erfolgreich war er dabei allerdings nicht, stand wenig später noch immer mit leeren Händen da.

"Schwang ihre Gehstöcke"
Bieten ließ sich die Pensionistin diesen dreisten Überfall im Eigenheim allerdings nicht. Sie rappelte sich auf und stellte danach ihre Wehrhaftigkeit unter Beweis - zur völligen Überraschung der beiden Männer. Mit ihren Gehhilfen prügelte die Frau auf die beiden Täter ein und schrie lauthals um Hilfe. "Sie stand im Flur, schrie und schwang ihre Gehstöcke", berichtete eine Nachbarin der Pensionisten der "Rundschau". In dieser Zeit sei auch schon einer der Verdächtigen "aus der Wohnung rausgeschossen", der "sehr erschreckt" gewirkt habe.

DNA-Spuren an Wasserflasche
Das Duo ergriff danach zwar die Flucht, doch mit der Wassertrick-Masche hatte sich zumindest einer der beiden Männer ins eigene Fleisch geschnitten: So fanden sich Spuren des Täters an einer Wasserflasche. Den zweiten Verdächtigen erkannte die Pensionistin später bei der Polizei auf einem Foto wieder.

Fraglich ist laut den Berichten allerdings, ob einer der mutmaßlichen Räuber überhaupt zur Verantwortung gezogen werden kann. Der Beschuldigte habe einen Intelligenzquotienten von nur knapp über 50. Im März soll es in dem Fall ein neu aufgerolltes Gerichtsverfahren geben. Das wehrhafte Opfer hatte wegen einer Beerdigung nicht zur Verhandlung erscheinen können.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).