Mo, 23. April 2018

Musik-Hit

20.10.2006 16:08

Musik machen übers Internet

Musik-Software, egal ob teure Profi-Anwendung oder herunterladbares Gratis-Tool, hat einen entscheidenden Nachteil: Sie muss installiert werden. Nicht so "SpliceMusic", ein kostenloses, flash-basiertes Tool im Internet, mit dem du Schritt für Schritt deinen eigenen Song gestalten kannst. Krone.at weist dich in die hohe Kunst des Produzierens ein...

Schnell, einfach und kostenlos registrieren
Bevor du dich an deine eigene Komposition machen kannst, musst du dich für einen kurzen Moment der kostenlosen Anmeldung widmen. Über "Join now!" auf der Startseite gelangst du zur Registrierung. Hier musst du nur einen Benutzernamen, deine E-Mail-Adresse und ein Wunsch-Passwort eingeben.

Wenn du das Passwort bestätigst und anschließend auf "Submit" klickst, ist die Anmeldung auch schon abgeschlossen. Entgegen anderen Diensten musst du hier nicht auf eine Bestätigungsmail warten, sondern kannst direkt loslegen.

"Meine Hobbies sind Reiten, Lesen und Schwimmen..."
Anschließend landest du in deinem persönlichen Profil von "SpliceMusic". Hier kannst du der Community alles Wissenswerte über dich und deine Hobbys, zum Beispiel deine Lieblingsbands oder welche Instrumente du spielst, mitteilen. Das ist deshalb nicht unwichtig, weil "SpliceMusic", ähnlich wie "MySpace" oder "YouTube", sehr hohen Wert auf den Community-Gedanken legt.

Songs sollen mit "Splice" nämlich nicht nur produziert, sondern mit anderen Usern der Plattform auch getauscht werden. Aus diesem Grund wird jeder fertig komponierte Song auch automatisch allen Usern zugänglich gemacht. Diese können den Song dann nicht nur hören und bewerten, sondern auch selber in ihren eigenen Kompositionen neu verarbeiten, sprich: remixen.

Surfe durch die Weiten der Samples
Damit es überhaupt so weit kommt, muss ein eigener Song her. Über den Menüpunkt "Music/ Make music" kannst du dich endlich selbst ans Werk machen. Im oberen Teil des Browsers erscheint jetzt der flash-basierte Sequenzer, in dem du deine Sounds anordnen und bearbeiten kannst. Wesentlich wichtiger ist aber vorerst die untere Hälfte, über die du zum Futter für deine Beats kommst: den Samples.

Über die Reiter "SoundSurfer" und "SongSurfer" lässt sich nämlich auf das von der Community zur Verfügung gestellte Sound-Material zurückgreifen. Mit einem Klick auf "AllSounds" findest du beispielsweise alle Samples nach Kategorien wie Bass oder Drums geordnet. Auch fertige Loops sind bereits vorhanden.

Mit einem Klick auf die gewünschte Kategorie kommen schließlich eine Vielzahl von Samples zum Vorschein. Ein erster Hinweis darauf, ob ein Sound gut ist oder nicht, können die vergebenen Sterne sein. Am besten aber ist es, einfach schnell in die Sounds hineinzuhören. Ein Klick auf den Pfeil links des Dateinamens spielt den Sound ab, ein weiterer Klick auf "View" oder den Dateinamen fördert zusätzliche Details, wie Länge des Samples, Tempo oder Genre, zu Tage.

Waschen, schneiden, föhnen und legen
Gefällt dir ein Sound, dann beförderst du ihn mit einem Klick auf "use" bzw. "use this sound now" in die obere Bildschirmhälfte, den Sequencer. Bis zu acht Spuren, also acht unterschiedliche Sounds, können hier nach Herzenslust angeordnet, geschnitten und bearbeitet werden. Das Sample kann dann mit der Maus nicht nur nach links und rechts verschoben, sondern auch zugeschnitten werden.

Fährst du mit der Maus ans Ende des Samples, verwandelt sich der Cursor in eine Schere. Durch Schieben kann der Sound jetzt gekürzt werdenm, um beispielsweise störende Geräusche zu entfernen. Leider macht eine fehlende Zoom-Funktion das Ganze jedoch etwas komplizierter.

Zudem kann jede Spur stumm ("mute"-Button) oder einzeln ("solo") geschaltet werden. Mit dem "Vol"-Regler legst du die individuelle Lautstärke fest, mit "Pan" kannst du den Sound im Stereo-Bild nach rechts oder links wandern lassen. So ertönen beispielsweise Trompeten dann über deine rechte Box, die Streicher auf der linken Seite.

Eine integrierte Time-Stretch-Funktion erlaubt zudem, dass Sounds unterschiedlicher Geschwindigkeit gemeinsam abgespielt werden können. Einfach im BPM (Beats per Minute)-Fenster den erwünschten Grundwert eingeben und schon spielt die Musi schneller oder langsamer. Übertreibst du ein wenig, dann klingen die Samples allerdings stark verzerrt. Zudem verkürzt oder verlängert sich die Länge des Samples, je nachdem ob du ein schnelleres oder langsameres Tempo wählst.

Do it yourself
Natürlich ist es auf Dauer ein wenig witzlos, immer auf fremde Sounds und Songs zurückgreifen zu müssen. Aus diesem Grund bietet "SpliceMusic" eine eigene Upload-Funktion, mit der eigene Sounds integriert werden können. Über den Punkt "Upload a new sound" (im Reiter "SoundSurfer") kannst du eigenes Material hochladen.

Sollte der Sound nicht von dir sein, solltest du auch die Quelle nennen. Anschließend kannst du das Sample ein wenig beschreiben und - vorausgesetzt du weißt es - das Tempo angeben. Remixer tun sich dann leichter, deinen Song weiterzuverarbeiten.

Über "Record a new sound" (in der Befehlsleiste des Sequenzers oder über den "SoundSurfer"-Reiter) kannst du schließlich auch selber Sounds aufnehmen. Dafür musst du nur den Mikrofon-Kanal deiner Soundkarte freigeben und schon kann's losgehen.

Hast du lange genug gewerkelt und bist mit dem Ergebnis zufrieden, genügt ein Klick auf "Save as". Der Sound wird dann der gesamten Community zur Verfügung gestellt. Wenn du ihn selber downloaden möchtest, musst du den Song nur über den "SongSurfer" oder in deinem Profil suchen und als MP3 auf deinem Computer speichern.

Über den Link in der Infobox gelangst du nicht nur zu "SpliceMusic", du findest hier auch eine verkürzte Schritt-für-Schritt-Anleitung in Form einer Diashow.

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